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3 Tage Safari im LUMO Wildlife Conservancy – Route, Unterkünfte & Erfahrungen

Eine 3 Tage Safari im LUMO Community Wildlife Conservancy ist eine der interessantesten Möglichkeiten, eine kurze Safari in Kenia mit viel Ruhe, abwechslungsreicher Landschaft und überraschend guten Tierbeobachtungen zu verbinden. Das Schutzgebiet liegt im Tsavo-Ökosystem im Südosten Kenias, unmittelbar an Tsavo West und dem Taita Hills Wildlife Sanctuary. Im Gegensatz zu den berühmten Nationalparks Tsavo East und Tsavo West ist LUMO eine gemeinschaftlich getragene Conservancy. Dadurch unterscheidet sich nicht nur die Atmosphäre, sondern teilweise auch das Safari-Erlebnis: Es gibt deutlich weniger Fahrzeuge, Nachtpirschfahrten und geführte Bush Walks sind möglich, und viele Tierbeobachtungen finden in einer geradezu privaten Umgebung statt.

LUMO umfasst rund 48.000 Acres und entstand aus Flächen der drei Community-Ranches Lualenyi, Mramba und Oza – daher stammt auch der Name LUMO. Das Gebiet erfüllt gleichzeitig eine wichtige ökologische Funktion, denn es gehört zu einem größeren Wildtierkorridor im Tsavo-System. Elefanten und andere Tiere können sich zwischen verschiedenen Schutzgebieten bewegen, anstatt auf isolierte Nationalparks beschränkt zu sein. Tourismus in LUMO trägt außerdem unmittelbar zur Finanzierung von Naturschutz, Arbeitsplätzen und Gemeindeprojekten bei.

Für einen Aufenthalt von 3 Tagen und 2 Nächten ist LUMO besonders interessant, wenn ihr von Mombasa, Diani Beach, Watamu oder aus Richtung Nairobi kommt und eine kompakte Safari sucht, ohne jeden Tag lange Strecken zwischen unterschiedlichen Nationalparks zurückzulegen. Zwei Nächte reichen aus, um mehrere Pirschfahrten zu unternehmen, eine Nachtfahrt einzubauen und die besondere Landschaft zu erleben. Wer mehr Zeit zur Verfügung hat, kann LUMO hervorragend mit Tsavo East, Tsavo West, Taita Hills oder Amboseli kombinieren.

Wo liegt das LUMO Community Wildlife Conservancy?

LUMO liegt in Taita-Taveta County im Südosten Kenias, in einer Region, die vom riesigen Tsavo-Ökosystem geprägt wird. Das Schutzgebiet befindet sich zwischen beziehungsweise unmittelbar neben Tsavo West und dem Taita Hills Wildlife Sanctuary und ist damit Teil einer wesentlich größeren zusammenhängenden Wildnislandschaft. Genau diese Lage erklärt, warum sich die Tierbestände nicht wie in einem abgeschlossenen Reservat verhalten. Elefanten, Löwen und andere Tiere können sich über größere Gebiete bewegen und je nach Wasser, Vegetation und Jahreszeit zeitweise stärker oder schwächer in LUMO konzentrieren.

Von Voi aus liegt der Zugang zu LUMO ungefähr 48 Kilometer westlich. Die Strecke führt über die Straße in Richtung Taveta und durch die für diese Region typischen trockenen Savannenlandschaften. Wer in der Soroi Lions Bluff Lodge übernachtet, fährt nach dem Conservancy Gate noch einige Kilometer durch das Schutzgebiet bis zur Lodge. Bereits diese letzte Strecke ist oft die erste kleine Pirschfahrt, denn Elefanten, Giraffen, Zebras oder Antilopen können jederzeit auftauchen. Die aktuelle Anreisebeschreibung der Unterkunft führt von Voi über die A23 durch Mwatate und Bura zum Eingang von LUMO. LUMO wird häufig unter „Tsavo West“ vermarktet, gehört aber nicht einfach zum Tsavo West Nationalpark. Dieser Unterschied ist wichtig. LUMO ist eine eigenständige Community Conservancy mit eigenen Regeln, eigenen Conservancy-Gebühren und anderen Möglichkeiten für Safari-Aktivitäten.

Warum reichen 3 Tage für LUMO erstaunlich gut aus?

Drei Tage bedeuten in der Praxis meistens zwei Übernachtungen. Das klingt zunächst sehr kurz, funktioniert in LUMO aber besser als in vielen riesigen Nationalparks. Anders als bei einer dreitägigen Safari, bei der täglich ein anderer Park besucht wird, bleibt ihr beide Nächte in derselben Unterkunft und verliert dadurch kaum Zeit mit Packen, Check-out und langen Transferfahrten.

Bei einer guten Planung sind innerhalb der drei Tage vier klassische Safari-Zeitfenster möglich: eine Pirschfahrt am Nachmittag des Ankunftstages, eine Pirschfahrt am frühen Morgen des zweiten Tages, eine weitere am Nachmittag und eine letzte am Morgen des dritten Tages. Zusätzlich lässt sich je nach Arrangement am zweiten Abend eine Nachtpirschfahrt einbauen. Damit bekommt ihr in nur zwei Nächten erstaunlich viel Safari-Zeit.

Besonders attraktiv ist diese Reiseform für Urlauber an der kenianischen Küste. Statt für eine kurze Safari bis in die Masai Mara zu fliegen, kann LUMO auf dem Landweg erreicht und anschließend wieder mit Diani Beach oder Mombasa kombiniert werden. Ihr verbringt dadurch einen großen Teil der drei Tage tatsächlich in der Natur und nicht auf Flughäfen.

Unser Reisevorschlag für 3 Tage Safari in LUMO

Tag 1: Anreise und erste Safari

Wenn ihr von Diani Beach oder Mombasa startet, sollte die Abfahrt früh am Morgen erfolgen. Nach der Fahrt in Richtung Voi und weiter nach LUMO erreicht ihr das Schutzgebiet idealerweise noch am späten Vormittag oder gegen Mittag. Nach dem Check-in und Mittagessen bleibt etwas Zeit, die Unterkunft und die Aussicht zu genießen. Am späteren Nachmittag beginnt die erste längere Pirschfahrt, wenn die Temperaturen sinken und viele Tiere wieder aktiver werden. Elefanten verlassen Schattenplätze, Antilopen treten auf offene Flächen und mit etwas Glück lassen sich bereits Löwen oder andere Raubtiere beobachten. Kurz vor Sonnenuntergang sind die Lichtbedingungen besonders schön. Danach geht es zurück zur Lodge oder zum Camp. Wer bereits am ersten Abend genügend Energie hat und die Unterkunft entsprechende Aktivitäten anbietet, kann eine Nachtpirschfahrt unternehmen.

Tag 2: Ein kompletter Safari-Tag in LUMO

Der zweite Tag beginnt früh. Gerade kurz nach Sonnenaufgang sind die Temperaturen angenehm und die Chancen auf Raubtierbeobachtungen besonders interessant. Nach zwei oder drei Stunden Pirschfahrt kehrt ihr zum Frühstück zurück. Anschließend empfehlen wir bewusst keine weitere stundenlange Fahrt. Ein großer Vorteil von LUMO ist, dass die Unterkunft selbst Teil des Safari-Erlebnisses sein kann. Von erhöht gelegenen Lodges wie Lions Bluff blickt ihr weit über die Ebene und könnt mit dem Fernglas Tiere beobachten. Alternativ lässt sich ein geführter Nature Walk, ein Besuch des fotografischen Hides oder einfach eine längere Ruhepause einplanen. Am Nachmittag beginnt die zweite Pirschfahrt des Tages. Ein Sundowner an einem Aussichtspunkt und eine anschließende Nachtfahrt sind ein sehr schöner Abschluss.

Tag 3: Letzte Pirschfahrt und Weiterreise

Vor dem Frühstück lohnt sich noch einmal eine frühe Safari. Tierbeobachtungen wiederholen sich selten exakt, und gerade bei einem kurzen Aufenthalt sollte man den letzten Morgen nutzen. Anschließend folgen Frühstück, Check-out und Weiterfahrt. Wer an die Küste zurückkehrt, fährt Richtung Voi und weiter nach Mombasa oder Diani. Noch interessanter ist es, LUMO anschließend mit Tsavo East oder Tsavo West zu verbinden.

Welche Tiere kann man in LUMO sehen?

Die Tierwelt ist für ein relativ kleines Schutzgebiet bemerkenswert vielfältig. Elefanten gehören zu den charakteristischsten Tieren der gesamten Tsavo-Region und bewegen sich auch durch LUMO. Je nach Jahreszeit und Wasserangebot können einzelne Bullen, kleinere Familienverbände oder größere Herden beobachtet werden. Die Lage innerhalb eines wichtigen Wildtierkorridors trägt dazu bei, dass die Tiere nicht auf das Schutzgebiet beschränkt sind.

Auch Löwen kommen regelmäßig vor und gehören zu den wichtigsten Raubtieren der Conservancy. LUMO gilt als bedeutender Lebensraum für Großkatzen. Daneben sind Leoparden und Geparden möglich, wobei beide Arten naturgemäß deutlich schwieriger zuverlässig zu finden sind als häufigere Pflanzenfresser. Gerade ein Gepard in der offenen Savanne oder ein Leopard in dichterem Busch gehört zu den besonderen Sichtungen einer LUMO-Safari.

Büffel können in Gruppen auftreten, teilweise auch in größeren Herden. Dazu kommen Maasai-Giraffen, Zebras, Impalas, Wasserböcke, Kuhantilopen, Elands, Dikdiks und der besonders schöne Lesser Kudu. Auch Schakale und Hyänen gehören zum Ökosystem. Aktuelle Beschreibungen der Conservancy nennen unter anderem Elefanten, Löwen, Büffel, Gazellen und eine große Vielfalt an Vogelarten.

Wer seine Safari ausschließlich nach einer Checkliste der „Big Five“ bewertet, sollte LUMO allerdings nicht falsch einschätzen. Der große Reiz liegt weniger darin, innerhalb von drei Stunden fünf bestimmte Tierarten abzuhaken, sondern in der Kombination aus Ruhe, Landschaft und ungestörten Beobachtungen. Gerade wenn ihr bereits andere Nationalparks besucht habt, kann eine lange Beobachtung eines Löwenrudels mit nur einem Fahrzeug wesentlich eindrucksvoller sein als dieselbe Sichtung mit zehn oder zwanzig Safari-Jeeps.

Sind Löwen in LUMO häufig?

Löwen gehören zu den realistischsten Raubtierbeobachtungen in LUMO, trotzdem gibt es selbstverständlich keine Garantie. Ihr bewegt euch in einem offenen Ökosystem, und Wildtiere richten sich nicht nach den Grenzen einer touristischen Conservancy. Gerade das macht eine Safari hier authentisch.

Die Chancen steigen, wenn ihr mindestens zwei Nächte bleibt und sowohl früh morgens als auch am späten Nachmittag unterwegs seid. Die Guides kennen die Territorien und typischen Aufenthaltsgebiete verschiedener Löwen und tauschen Beobachtungen untereinander aus. Trotzdem kann eine Pirschfahrt spektakulär sein und die nächste deutlich ruhiger verlaufen.

Bei drei Tagen sollte man deshalb nicht versuchen, jede Minute mit möglichst vielen Kilometern zu füllen. Wenn ihr ein Löwenrudel in einer interessanten Situation findet, lohnt es sich häufig, dort zu bleiben und abzuwarten.

Gibt es Leoparden und Geparden in LUMO?

Beide Arten kommen in der Region vor. Geparden profitieren von offenen Flächen, auf denen sie Beutetiere entdecken und ihre Geschwindigkeit einsetzen können. Leoparden bevorzugen dagegen häufig stärker strukturierte Lebensräume mit Büschen, Bäumen und felsigen Bereichen. Sichtungen sind deutlich weniger vorhersehbar als bei Elefanten oder Zebras.

Gerade deshalb kann eine Nachtpirschfahrt interessant sein. Nach Sonnenuntergang verändert sich die Tierwelt. Neben Großkatzen können Servale, Ginsterkatzen, Zibetkatzen, Stachelschweine und andere nachtaktive Tiere beobachtet werden. Soroi führt Night Game Drives ausdrücklich als eine der Aktivitäten in LUMO auf.

Elefanten in LUMO

Wer Tsavo mit Elefanten verbindet, wird auch in LUMO gute Chancen haben. Die Tiere bewegen sich durch das gesamte größere Ökosystem. LUMO liegt in einem wichtigen Korridor zwischen verschiedenen Schutzgebieten, sodass sich die Anzahl der Elefanten saisonal verändern kann. Genau das unterscheidet einen offenen Landschaftsverbund von kleinen, eingezäunten Wildreservaten.

Elefanten lassen sich besonders eindrucksvoll beobachten, wenn eine Gruppe langsam über offene Flächen zieht oder an einer Wasserstelle zusammenkommt. Mit etwas Glück erlebt ihr eine solche Situation mit sehr wenigen anderen Fahrzeugen. Das ist einer der größten Vorteile von LUMO gegenüber stärker frequentierten Parks.

Vogelwelt in LUMO

LUMO ist auch für Vogelbeobachter interessant. Die Region verbindet trockene Savanne, Buschland, felsige Höhenzüge und die nahe gelegenen Taita Hills. Soroi nennt für LUMO mehr als 300 registrierte Vogelarten und hebt ausdrücklich die Bedeutung der Region für Birding hervor.

Neben Greifvögeln können Hornvögel, Bienenfresser, Stare, Webervögel und zahlreiche weitere Savannenarten beobachtet werden. Während der feuchteren Monate kommen zusätzliche Zugvögel hinzu und die Landschaft bietet mehr Nahrung. Für reine Vogelbeobachter kann deshalb gerade die grünere Jahreszeit attraktiver sein als die klassische trockene Safari-Hochsaison.

Ein gutes Fernglas lohnt sich in LUMO besonders. Von Lions Bluff oder anderen erhöhten Punkten lässt sich ein enorm großer Landschaftsbereich überblicken, sodass das Fernglas auch außerhalb der Pirschfahrten ständig Verwendung findet.

Wie sieht die Landschaft in LUMO aus?

Landschaftlich ist LUMO deutlich vielseitiger, als man bei einem vergleichsweise kleinen Schutzgebiet erwarten würde. Weite Savannen wechseln mit Akazien, dichtem Busch, kleinen Wasserstellen, felsigen Hügeln und markanten Höhenzügen. Besonders eindrucksvoll sind die Panoramablicke von Lions Bluff über die Ebenen. Bei klaren Bedingungen reicht der Blick weit über die Landschaft, teilweise in Richtung Kilimandscharo und der umgebenden Bergketten.

Nach Regen verändert sich LUMO vollständig. Die trockenen braun-goldenen Flächen werden grün, Wildblumen können erscheinen und die Berge heben sich nach Regenschauern besonders klar vom Himmel ab. Während der langen Trockenperioden wirkt die Landschaft dagegen klassisch ostafrikanisch: rote Erde, gelbes Gras, trockener Busch und ein oft leicht diesiger Horizont.

Für Fotografen ist gerade der Kontrast aus offenen Ebenen und erhöhten Aussichtspunkten spannend. Man fotografiert hier nicht nur Tiere, sondern häufig Tiere innerhalb einer großen Landschaft.

LUMO oder Tsavo East – wo ist die Safari besser?

LUMO und Tsavo East lassen sich nur bedingt direkt vergleichen, weil sie sehr unterschiedliche Erlebnisse bieten. Tsavo East ist enorm groß und vermittelt ein ausgeprägtes Gefühl von Wildnis und Dimension. Das Landschaftsbild wird von trockener Savanne, roter Erde, Akazienbusch und großen Flusssystemen geprägt. Besonders bekannt sind die rot gefärbten Elefanten, die durch den eisenhaltigen Boden ihre charakteristische Farbe erhalten. Der Galana River, der Yatta Plateau, Mudanda Rock und der Aruba Dam gehören zu den bekanntesten Landschaftselementen.

LUMO ist wesentlich kleiner und intimer. Die Fahrtwege sind überschaubarer und man trifft normalerweise auf weniger andere Fahrzeuge. Gleichzeitig bietet die private beziehungsweise gemeinschaftlich verwaltete Conservancy Aktivitäten wie Night Drives, geführte Bush Walks und teilweise besondere Fotografie-Erlebnisse.

Wer Weite, rote Elefanten und klassische Tsavo-Landschaften erleben möchte, sollte Tsavo East besuchen. Wer Ruhe, Exklusivität und längere Tierbeobachtungen sucht, kann LUMO bevorzugen. Am besten ist allerdings keine Entweder-oder-Entscheidung, sondern eine Kombination aus beiden Gebieten.

LUMO oder Tsavo West – was ist der Unterschied?

Tsavo West unterscheidet sich noch stärker von LUMO. Der Nationalpark ist landschaftlich sehr abwechslungsreich und deutlich stärker von vulkanischen Formationen, Hügeln, Lavafeldern und Quellen geprägt. Mzima Springs, Shetani Lava Flow, Chaimu Hill, Roaring Rocks und verschiedene Aussichtspunkte machen Tsavo West zu einem der landschaftlich interessantesten Nationalparks Kenias. Kenya Wildlife Service beschreibt Tsavo West als Mischung aus Quellen, Lavafeldern, Savanne, Hügeln und bewaldeten beziehungsweise grüneren Bereichen.

LUMO wirkt dagegen offener und persönlicher. Tiere sind in einem kleineren Gebiet teilweise leichter und länger zu verfolgen. Zudem ist der Verkehr geringer. Tsavo West hat dafür eine wesentlich größere landschaftliche Vielfalt und einige Sehenswürdigkeiten, die es in LUMO nicht gibt.

Für nur zwei Nächte würde ich mich bewusst für eines der beiden Gebiete entscheiden. Bei vier oder fünf Safaritagen ist LUMO + Tsavo West dagegen eine sehr interessante Kombination.

LUMO und Taita Hills – ist das dasselbe?

Nein. Diese Verwechslung kommt häufig vor, weil die Gebiete direkt aneinander angrenzen und in Reiseprogrammen oft gemeinsam genannt werden. Das Taita Hills Wildlife Sanctuary ist ein eigenes Schutzgebiet. LUMO ist ebenfalls ein eigenständiges Schutzgebiet und liegt unmittelbar daneben.

Auch bekannte Unterkünfte sorgen gelegentlich für Verwirrung. Die berühmte Salt Lick Safari Lodge befindet sich im Taita Hills Wildlife Sanctuary und nicht in LUMO. Soroi Lions Bluff Lodge, Soroi Cheetah Tented Camp und Soroi Leopards Lair befinden sich dagegen in beziehungsweise am LUMO Conservancy.

Bei einer Safari kann man beide Gebiete miteinander kombinieren. Für eine reine 3-Tage-LUMO-Safari würden wir aber nicht zwangsläufig jeden Tag zwischen den Schutzgebieten wechseln. Zwei Nächte an einem Standort sorgen für wesentlich mehr Ruhe.

Welche Unterkunft ist für 3 Tage LUMO am besten?

Die Unterkunft beeinflusst das Erlebnis in LUMO stärker als in manchen Nationalparks, weil die Camps selbst sehr landschaftlich liegen und Aktivitäten direkt von dort starten. Drei Unterkünfte beziehungsweise Konzepte sind besonders interessant: Soroi Lions Bluff Lodge, Soroi Cheetah Tented Camp und Soroi Leopards Lair.

Welche davon am besten passt, hängt vom gewünschten Komfort, Budget und Reisestil ab. Für eine klassische komfortable Safari würden wir Lions Bluff wählen. Wer näher an einem traditionellen Tented-Camp-Erlebnis sein möchte und etwas preisbewusster reist, kann Cheetah Tented Camp bevorzugen. Leopard’s Lair ist besonders interessant für kleine Gruppen, Familien oder Reisende, die viel Privatsphäre suchen.

Soroi Lions Bluff Lodge

Soroi Lions Bluff Lodge ist die bekannteste Unterkunft in LUMO und vor allem wegen ihrer spektakulären Lage attraktiv. Sie befindet sich erhöht auf einem felsigen Höhenzug und bietet einen weiten Panoramablick über die Conservancy. Dadurch beginnt die Safari praktisch auf der eigenen Terrasse. Selbst während Frühstück oder Mittagessen kann man mit dem Fernglas die Ebene absuchen.

Die aktuelle Anlage verfügt über Luxury Suites und Familieneinheiten. Hinzu kommen ein beheizter Infinity Pool, ein fotografisches Hide sowie Angebote wie Game Drives, Night Drives, geführte Walks und Spa-Behandlungen. Für einen kurzen Aufenthalt von zwei Nächten ist die Lodge besonders geeignet, weil man auch zwischen den Pirschfahrten viel vom Gebiet mitbekommt. Wer mittags nicht fahren möchte, hat trotzdem nicht das Gefühl, die Safari zu unterbrechen.

Preislich gehört Lions Bluff zur gehobenen Kategorie. Gerade für Reisende, die nur zwei Nächte bleiben, kann sich der höhere Preis jedoch lohnen, weil Lage, Verpflegung und Aktivitäten einen großen Teil des Gesamterlebnisses ausmachen.

Soroi Cheetah Tented Camp

Das Soroi Cheetah Tented Camp liegt unterhalb von Lions Bluff an den unteren Hängen und bietet ein deutlich stärkeres klassisches Tented-Camp-Gefühl. Das Camp verfügt aktuell über sechs Standardzelte und zwei Familienzelte mit eigenem Badezimmer und privater Veranda. Es ist nicht eingezäunt und blickt direkt auf die Landschaft der Conservancy.

Die Atmosphäre ist einfacher und unmittelbarer als in Lions Bluff. Ihr seid näher an der Ebene und erlebt nachts die Geräusche des Buschs besonders intensiv. Gleichzeitig gibt es ein gemeinsames Mess-Zelt beziehungsweise einen Gemeinschaftsbereich zum Essen und Entspannen.

Für Reisende, die eine authentische Zeltunterkunft bevorzugen und nicht unbedingt den Komfort einer luxuriösen Lodge benötigen, ist Cheetah Tented Camp eine sehr gute Wahl. Auch Familien können hier untergebracht werden.

Game Drives, Nachtfahrten, Bush Walks, Birding, Sundowner und kulturelle Aktivitäten können angeboten werden.

Soroi Leopards Lair

Soroi Leopards Lair besteht aus wenigen Cottages und bietet dadurch besonders viel Privatsphäre. Vier Cottages liegen am Lions-Bluff-Kopje und blicken über die Conservancy. Die Anlage kann je nach Arrangement mit Catering oder teilweise als eigenständigeres Unterkunftskonzept genutzt werden.

Für größere Familien, Freunde oder kleine private Gruppen kann diese Variante besonders interessant sein. Man hat deutlich weniger andere Gäste um sich und bekommt fast den Charakter eines privaten Bush Houses.

Wer bei nur zwei Übernachtungen möglichst viele organisierte Safari-Leistungen direkt im Paket haben möchte, sollte allerdings genau vergleichen, welche Mahlzeiten und Aktivitäten im jeweiligen Angebot enthalten sind.

Welche Unterkunft würden wir persönlich wählen?

Für die erste Reise und lediglich 3 Tage LUMO würden wir in den meisten Fällen Soroi Lions Bluff Lodge empfehlen. Der Grund ist nicht nur der höhere Komfort, sondern vor allem die Lage. Bei einem kurzen Aufenthalt zählt jede Stunde, und die Aussicht von der Lodge sorgt dafür, dass auch die Pausen zwischen den Game Drives Teil des Erlebnisses bleiben.

Für Reisende, die bereits mehrere Luxuslodges kennen und bewusst eine kleinere, naturnähere Unterkunft suchen, würden wir dagegen das Cheetah Tented Camp interessant finden. Leopard’s Lair ist besonders für kleine private Gruppen attraktiv.

Nachtpirschfahrt in LUMO

Die Night Game Drive gehört zu den größten Argumenten für LUMO. Nach Einbruch der Dunkelheit verändert sich die Savanne vollständig. Tiere, die tagsüber im Schatten verborgen bleiben, werden aktiv, und der Guide sucht mit einem Scheinwerfer nach Augenreflexen und Bewegungen am Straßenrand.

Neben Löwen und Hyänen können kleinere nachtaktive Arten wie Ginsterkatzen, Zibetkatzen, Servale, Stachelschweine oder Wildkatzen auftauchen. Natürlich hängt jede Sichtung vom Zufall ab. Genau deshalb ist eine Nachtfahrt spannend: Man weiß zu Beginn kaum, was man sehen wird.

Soroi bietet Night Game Drives sowohl bei Lions Bluff als auch beim Cheetah Tented Camp an.

Bei einer Safari von nur zwei Nächten würden wir mindestens eine Nachtpirschfahrt einplanen. Sie erweitert das Erlebnis stärker als eine dritte nahezu identische Tagespirschfahrt.

Bush Walks und geführte Wanderungen

Eine weitere Besonderheit sind geführte Nature Walks beziehungsweise Bush Walks. Dabei verschiebt sich die Aufmerksamkeit von großen Tieren auf Details, die vom Fahrzeug aus häufig übersehen werden: Spuren, Pflanzen, Insekten, Vogelrufe und die Nutzung bestimmter Pflanzen durch die lokale Bevölkerung.

Die Wanderungen werden von erfahrenen Guides beziehungsweise Rangern begleitet und finden nur in geeigneten Bereichen statt. Eine solche Aktivität ersetzt keine klassische Pirschfahrt, ist aber eine sehr gute Ergänzung. Gerade an einem Aufenthaltstag zwischen Morning und Afternoon Game Drive verhindert ein kurzer Walk, dass sich der gesamte Safari-Tag nur im Auto abspielt.

Fotografie in LUMO

Für Fotografen ist LUMO besonders interessant, weil die Zahl der Fahrzeuge meist überschaubar ist. Eine Tierbeobachtung mit nur einem oder zwei Fahrzeugen ermöglicht deutlich mehr Ruhe bei der Wahl von Perspektive, Brennweite und Position.

Lions Bluff bietet zusätzlich Zugang zu einem Photographic Hide. Solche Hides ermöglichen Aufnahmen aus einer niedrigeren Perspektive und können besonders an Wasserstellen interessant sein. Die aktuelle Soroi Collection führt das Hide als eine der besonderen Einrichtungen beziehungsweise Aktivitäten auf.

Bei drei Tagen würden wir für Fotografen ein privates Fahrzeug erwägen. Dadurch seid ihr nicht an die Interessen anderer Gäste gebunden und könnt bei guten Sichtungen länger bleiben.

Beste Reisezeit für eine Safari in LUMO

LUMO ist grundsätzlich das ganze Jahr über bereisbar, aber die Safari verändert sich saisonal deutlich. Für klassische Tierbeobachtungen gelten Juni bis Oktober sowie Januar und Februar als besonders gute Perioden. Während der trockeneren Monate wird die Vegetation lichter und Tiere konzentrieren sich stärker an verbleibenden Wasserstellen.

Die trockene Jahreszeit ist deshalb besonders geeignet, wenn ihr zum ersten Mal auf Safari seid und innerhalb von nur drei Tagen möglichst gute Chancen auf viele Tiere haben möchtet. Die Straßen sind normalerweise leichter befahrbar und die Sicht durch die Vegetation ist besser.

Die grüne Jahreszeit hat allerdings einen völlig anderen Reiz. Nach Regen verwandelt sich die Landschaft, das Gras wird intensiv grün, die Luft klarer und die Wolken sorgen für dramatisches Fotolicht. Vögel sind besonders zahlreich und es sind oft weniger Reisende unterwegs.

LUMO von Juni bis Oktober

Die Monate Juni bis Oktober gehören zur klassischen trockenen Safari-Saison. Für eine kurze Safari sind sie besonders zuverlässig, weil Tiere leichter zu lokalisieren sind. Juni und Juli können morgens überraschend frisch sein, während September und Oktober zunehmend wärmer werden.

Die Landschaft ist in dieser Zeit überwiegend trocken und goldbraun. Genau dieses Erscheinungsbild verbinden viele Reisende mit einer klassischen afrikanischen Savanne. Der Nachteil ist, dass Staub und Dunst die Sicht auf weit entfernte Berge beeinträchtigen können.

Wer Tiere priorisiert, würde mit dieser Reisezeit wenig falsch machen.

LUMO im Januar und Februar

Auch Januar und Februar sind sehr interessante Monate. Sie liegen häufig in einer trockeneren Phase zwischen den Regenzeiten. Es ist wärmer als im kenianischen Winter, aber die Tierbeobachtungen können ausgezeichnet sein.

Für Urlauber, die den europäischen Winter an der kenianischen Küste verbringen, passt LUMO deshalb sehr gut als zwei- oder dreitägige Safari-Erweiterung. Der Wechsel vom tropischen Strand zur trockenen Savanne funktioniert hervorragend.

LUMO im März, April und Mai

Im März nimmt die Wahrscheinlichkeit von Regen zu, während April und teilweise Mai zur längeren Regenperiode gehören. Die Landschaft kann dann außergewöhnlich schön sein, gleichzeitig werden manche Wege schwieriger und Tiere verteilen sich stärker, weil Wasser nicht nur an wenigen Stellen verfügbar ist.

Für einen erfahrenen Safari-Reisenden oder Fotografen kann diese Jahreszeit trotzdem faszinierend sein. Die Farben sind kräftiger, Besucherzahlen niedriger und dramatische Wolken bieten hervorragende Fotomotive.

Für eine erste dreitägige Safari, bei der möglichst viele Tierarten im Vordergrund stehen, würden wir allerdings eher die trockeneren Monate auswählen.

LUMO im November und Dezember

Im November kommen üblicherweise die kurzen Regenfälle. Sie sind häufig weniger dauerhaft als die langen Regenfälle im Frühjahr, können aber kurzfristig intensiv sein. Anschließend wird die Landschaft erstaunlich schnell grün.

Dezember kann deshalb landschaftlich wunderschön sein. Wer grüne Savanne, Vögel und weniger Staub bevorzugt, erlebt LUMO in dieser Zeit völlig anders als im August oder September.

Die Tierwelt verschwindet während der Regenzeit natürlich nicht. Sie verteilt sich lediglich stärker und kann in höherem Gras schwieriger zu entdecken sein.

Wie erfolgt die Anreise von Mombasa nach LUMO?

Für viele Urlauber beginnt die Reise an der Küste. LUMO liegt ungefähr 220 Kilometer von Mombasa entfernt. Je nach Verkehr, Ausgangspunkt und Pausen sollte man für die Fahrt einen größeren Teil des Vormittags einplanen.

Die Strecke führt zunächst Richtung Voi und anschließend westwärts nach Mwatate und weiter zum Conservancy Gate. Wer eine organisierte Safari bucht, wird normalerweise direkt am Hotel abgeholt und reist in einem Safari-Land-Cruiser. Dadurch beginnt die Reise ohne zusätzlichen Fahrzeugwechsel.

Wir würden von Mombasa möglichst früh starten. Je früher ihr LUMO erreicht, desto besser lässt sich der erste Nachmittag für eine Pirschfahrt nutzen.

Anreise von Diani Beach nach LUMO

Auch von Diani Beach eignet sich LUMO hervorragend für eine kurze Safari. Die Fahrt ist länger als von zentralen Teilen Mombasas, weil zunächst die Küstenregion beziehungsweise der Großraum Mombasa verlassen werden muss. Trotzdem ist LUMO für einen 3-Tage-Ausflug wesentlich einfacher erreichbar als weit entfernte Safari-Gebiete wie die Masai Mara.

Bei einer Abholung am frühen Morgen erreicht ihr das Schutzgebiet normalerweise rechtzeitig für Mittagessen und die erste Nachmittags-Safari. Genau deshalb ist die Kombination Diani Beach + LUMO so attraktiv.

Nach den zwei Safari-Nächten könnt ihr entweder direkt nach Diani zurückkehren oder die Reise zunächst nach Tsavo East verlängern.

Anreise von Nairobi nach LUMO

Von Nairobi aus gibt es mehrere Möglichkeiten. Für nur drei Tage ist die komplette Autofahrt relativ lang. Interessanter ist deshalb die SGR-Bahn nach Voi. Soroi bietet ausdrücklich Safari-Pakete an, bei denen die Bahnfahrt Nairobi–Voi, der Transfer von Voi nach LUMO, zwei Übernachtungen, Mahlzeiten und Safari-Aktivitäten kombiniert werden. Der Straßentransfer von Voi nach LUMO dauert laut Soroi etwa eine Stunde.

Diese Variante gefällt uns besonders, weil sie ohne kleinen Safari-Flug auskommt und trotzdem keine extrem lange Autofahrt von Nairobi erforderlich macht.

Alternativ sind auch Flugverbindungen in die Region möglich. Für eine reine 3-Tage-LUMO-Safari würden wir aber SGR oder Straßentransfer bevorzugen, sofern Flugzeiten keinen deutlichen Vorteil bieten.

Ist LUMO für Selbstfahrer geeignet?

Grundsätzlich kann LUMO auch mit einem eigenen Fahrzeug beziehungsweise Mietwagen besucht werden. Einige Wege erfordern jedoch ausreichende Bodenfreiheit, und abhängig von Regen und Streckenzustand ist ein Allradfahrzeug deutlich angenehmer. Erfahrungsberichte weisen ebenfalls darauf hin, dass bestimmte Bereiche ein Fahrzeug mit guter Bodenfreiheit erfordern können.

Für internationale Erstbesucher würden wir trotzdem eher eine Safari mit professionellem Fahrer-Guide empfehlen. Innerhalb von nur drei Tagen geht sonst viel Zeit mit Orientierung verloren. Ein guter Guide weiß, wo Tiere zuletzt gesehen wurden, erkennt Spuren und kann Tierverhalten wesentlich besser interpretieren.

Wer dagegen bereits mehrere Selbstfahrerreisen in Afrika unternommen hat und LUMO als Teil einer längeren Kenia-Route besucht, kann die Selbstfahrer-Variante interessant finden.

Ist LUMO mit Kindern geeignet?

Ja, eine 3 Tage LUMO Safari mit Kindern kann sehr gut funktionieren. Der größte Vorteil besteht darin, dass ihr nicht jeden Tag lange zwischen verschiedenen Nationalparks fahrt. Nach der Anreise verbringt ihr zwei Nächte an derselben Stelle und könnt Safari-Zeiten flexibel gestalten.

Besonders Familien profitieren von einer Lodge mit Pool und Aussicht. Kinder müssen dadurch nicht an jeder Pirschfahrt teilnehmen, um Tiere zu erleben. Cheetah Tented Camp bietet Familienzelte, Lions Bluff verfügt ebenfalls über Familieneinheiten.

Bei kleineren Kindern sollte geprüft werden, welche Altersregeln für Bush Walks und Nachtfahrten gelten. Diese können sich je nach Unterkunft und Aktivität unterscheiden.

Wie anstrengend ist eine 3-tägige Safari in LUMO?

Eine Safari über drei Tage ist intensiver als ein normaler Strandurlaub, aber LUMO lässt sich vergleichsweise entspannt gestalten. Der anstrengendste Teil ist normalerweise die An- und Abreise. Innerhalb des Schutzgebiets könnt ihr das Programm selbst dosieren.

Wir würden am zweiten Tag bewusst eine längere Mittagspause einplanen. Ein typischer Safari-Fehler besteht darin, aus Angst etwas zu verpassen, von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang im Fahrzeug zu sitzen. Mehr Zeit bedeutet nicht automatisch bessere Sichtungen.

Früher Morgen und später Nachmittag sind häufig die interessantesten Zeitfenster. Mittags kann man die Lodge genießen, schlafen, fotografieren, lesen oder Tiere von der Terrasse beobachten.

Was sollte man für 3 Tage LUMO einpacken?

Für zwei Nächte benötigt ihr deutlich weniger Gepäck, als viele Reisende mitnehmen. Leichte, luftige Kleidung in zurückhaltenden Farben reicht für tagsüber aus. Für frühe Morgenfahrten sollte zusätzlich eine dünne Jacke oder Fleecejacke ins Gepäck, denn bei geöffnetem Safari-Fahrzeug kann der Fahrtwind überraschend kühl sein.

Sonnenhut, Sonnenbrille, Sonnenschutz und ausreichend Wasser gehören ebenso dazu wie ein gutes Fernglas. Für Fotografen sind ein Teleobjektiv und ausreichend Speicherkarten wichtiger als mehrere Kamerataschen voller Zubehör.

Bei Nachtfahrten ist eine etwas wärmere Schicht angenehm. Ein kleines Insektenspray kann ebenfalls sinnvoll sein. Wer in einem offenen Tented Camp übernachtet, sollte außerdem die Hinweise des Personals zum Verhalten nach Einbruch der Dunkelheit beachten.

Was kostet eine 3 Tage Safari in LUMO?

Die Kosten hängen erheblich davon ab, von wo ihr anreist, welche Unterkunft ihr wählt, ob ihr ein privates oder geteiltes Fahrzeug nutzt und welche Aktivitäten enthalten sind. Lions Bluff liegt preislich klar über einfacheren Safari-Camps, während Cheetah Tented Camp eine etwas preisbewusstere Möglichkeit innerhalb derselben Conservancy bietet.

Bei der Kalkulation sollte nicht nur der Zimmerpreis betrachtet werden. Relevant sind Vollpension, Conservancy-Gebühren, Safari-Aktivitäten, Fahrzeug, Guide, Transfers und gegebenenfalls Getränke. Das kann erklären, warum ein scheinbar teurer Ground Package am Ende sinnvoller ist als eine günstigere Full-Board-Rate, bei der jede Pirschfahrt separat hinzugebucht werden muss.

Soroi bietet beispielsweise ein zweitägiges beziehungsweise 2-Nächte-SGR-Paket ab Nairobi an, das Zugtickets, Transfers, Vollpension, zweimal täglich geplante Game Drives, eine Nachtfahrt und weitere Leistungen kombiniert. Die LUMO-Conservancy beziehungsweise Conservation Fees werden dabei separat ausgewiesen.

Für eine konkrete Reise würden wir deshalb immer den Gesamtpreis für 3 Tage vergleichen und nicht nur die Übernachtungskosten.

Warum ist LUMO häufig ruhiger als Tsavo?

LUMO ist deutlich kleiner als die großen Tsavo-Nationalparks, hat aber gleichzeitig wesentlich weniger Unterkünfte und Besucher. Das verändert die Atmosphäre einer Pirschfahrt. Es kann vorkommen, dass ihr eine interessante Tierbeobachtung vollkommen allein erlebt.

In berühmteren Parks werden besondere Sichtungen schnell über Funk weitergegeben und ziehen mehrere Fahrzeuge an. In LUMO ist die Zahl der Fahrzeuge schlicht niedriger. Für Fotografen und Reisende, denen Exklusivität wichtiger ist als die maximale Zahl unterschiedlicher Tiere pro Tag, ist das ein wesentlicher Vorteil.

Der Nachteil ist, dass ein kleineres Gebiet weniger unterschiedliche Lebensräume umfasst als ein riesiger Nationalpark. Deshalb ergänzt LUMO Tsavo besonders gut, statt es vollständig zu ersetzen.

LUMO und Tsavo East kombinieren

Eine unserer bevorzugten Kombinationen ist LUMO + Tsavo East. Beide Gebiete liegen im selben großen Ökosystem, wirken landschaftlich aber überraschend unterschiedlich.

Bei fünf Safaritagen könnten beispielsweise zwei Nächte LUMO und zwei Nächte Tsavo East eingeplant werden. Ihr startet in LUMO mit ruhigen, exklusiven Pirschfahrten und reist anschließend nach Tsavo East, wo die Landschaft größer, trockener und wilder wirkt.

Diese Kombination eignet sich besonders gut für Reisende von der Küste. Auf dem Rückweg von LUMO kann Tsavo East integriert werden, bevor es wieder nach Mombasa oder Diani geht.

Wer nur 3 Tage insgesamt hat, würde ich dagegen nicht zwei Parks mit je einer Nacht kombinieren. Zwei Nächte LUMO ergeben ein wesentlich ruhigeres und intensiveres Erlebnis.

LUMO und Tsavo West kombinieren

Auch LUMO + Tsavo West funktioniert sehr gut. Der Vorteil liegt vor allem im landschaftlichen Kontrast. Nach den offenen Ebenen von LUMO erlebt ihr in Tsavo West Lavafelder, Hügel, Quellen und deutlich stärker strukturierte Vegetation.

Eine sinnvolle Reise könnte zwei Nächte in LUMO und zwei Nächte in Tsavo West umfassen. Damit stehen insgesamt fünf Tage zur Verfügung, ohne dass die Reise hektisch wird.

Wer Mzima Springs, die vulkanischen Landschaften und die klassische Geschichte von Tsavo West erleben möchte, sollte diese Variante gegenüber LUMO + Tsavo East abwägen.

LUMO, Tsavo East und Tsavo West kombinieren

Mit sechs bis sieben Tagen lassen sich alle drei Gebiete sinnvoll miteinander verbinden. Diese Reise vermittelt einen wesentlich besseren Eindruck vom Tsavo-Ökosystem als eine schnelle Standard-Safari.

Eine mögliche Route lautet: Mombasa oder Diani – Tsavo East – LUMO – Tsavo West – Weiterreise nach Amboseli oder zurück zur Küste.

Dabei bekommt ihr innerhalb einer einzigen Safari rote Elefanten und große Ebenen in Tsavo East, exklusive Tierbeobachtungen in LUMO und die vulkanisch geprägte Landschaft von Tsavo West.

Wer noch mehr Zeit hat, kann anschließend Amboseli ergänzen.

LUMO und Amboseli kombinieren

LUMO kann außerdem mit Amboseli kombiniert werden. Diese Variante eignet sich besonders für Reisende, die Elefanten und den Kilimandscharo als wichtige Bestandteile ihrer Safari sehen möchten.

Amboseli bietet eine völlig andere Landschaft mit offenen Ebenen, Sümpfen und – bei klarer Sicht – dem berühmten Kilimandscharo-Panorama. LUMO wirkt dagegen ruhiger und weniger touristisch.

Für eine solche Kombination würden wir mindestens fünf bis sechs Safaritage einplanen. Eine Route aus zwei Nächten LUMO und zwei oder drei Nächten Amboseli ist wesentlich sinnvoller als beide Gebiete innerhalb von drei Tagen zusammenzupressen.

LUMO und Diani Beach kombinieren

Für einen Kenia-Urlaub ist Diani Beach + LUMO eine besonders einfache Safari-und-Strand-Kombination. Ihr verbringt zunächst einige Tage am Indischen Ozean, startet anschließend früh morgens zur Safari und kehrt nach zwei Nächten zurück an die Küste.

Alternativ kann die Safari am Anfang der Reise liegen. Wir bevorzugen häufig zuerst die Safari und anschließend mehrere entspannte Strandtage. Nach frühen Pirschfahrten und längeren Fahrtstrecken fühlt sich der Badeurlaub besonders erholsam an.

Wer insgesamt zehn bis vierzehn Tage Urlaub hat, kann beispielsweise drei Tage LUMO mit sieben bis zehn Tagen Diani verbinden.

Ist LUMO besser als eine 3-Tage-Safari in Tsavo East?

Das hängt vollständig davon ab, was ihr sucht. Für Erstbesucher, die unbedingt die klassischen roten Elefanten, die enorme Weite und bekannte Landschaften des Tsavo East sehen möchten, ist Tsavo East wahrscheinlich die naheliegendere Wahl.

Wer bereits Nationalparks besucht hat oder besonderen Wert auf Ruhe, Nachtfahrten, kleine Unterkünfte und exklusive Tierbeobachtungen legt, wird LUMO möglicherweise sogar spannender finden.

Für Fotografen ist LUMO aufgrund der geringeren Fahrzeugdichte besonders attraktiv. Für Reisende, die innerhalb von nur drei Tagen eine möglichst große Landschaft erleben möchten, kann Tsavo East dagegen eindrucksvoller sein.

Wir sehen LUMO deshalb nicht als „kleines Tsavo“, sondern als ein eigenständiges Safari-Erlebnis.

Welche Nachteile hat eine Safari in LUMO?

LUMO ist nicht für jeden automatisch die bessere Wahl. Das Gebiet ist kleiner als Tsavo East oder Tsavo West. Wer jeden Tag stundenlang neue Landschaften erkunden möchte, stößt innerhalb mehrerer Tage irgendwann häufiger auf bekannte Wege.

Außerdem bewegen sich Tiere frei durch das größere Ökosystem. Es kann deshalb Phasen geben, in denen bestimmte Tierarten weniger präsent sind. Eine Safari ist kein Zoo und Sichtungen lassen sich nicht garantieren.

Wer auf eine möglichst lange Liste bekannter Sehenswürdigkeiten Wert legt, findet in Tsavo West mit Mzima Springs und den Lavafeldern oder in Tsavo East mit Galana River, Mudanda Rock und Yatta Plateau mehr klar definierte Attraktionen.

LUMO lebt dagegen stärker von Atmosphäre und dem eigentlichen Safari-Erlebnis.

Für wen lohnt sich LUMO besonders?

LUMO ist hervorragend für Reisende geeignet, die eine Safari abseits der berühmtesten Standardprogramme suchen. Paare, Fotografen, Wiederholungsreisende und kleine Familien profitieren besonders von der ruhigen Atmosphäre.

Auch für eine erste Safari kann LUMO sehr gut funktionieren, sofern man nicht erwartet, innerhalb weniger Stunden sämtliche Big Five zu sehen.

Für Küstenurlauber ist die Lage ein weiterer Vorteil. Drei Tage reichen tatsächlich aus, um eine intensive Safari zu erleben, ohne einen Inlandsflug oder eine sehr lange Reise in die Masai Mara einplanen zu müssen.

Reichen zwei Nächte in LUMO wirklich aus?

Für einen ersten Eindruck: ja. Zwei Nächte beziehungsweise drei Tage sind unsere Mindestempfehlung und gleichzeitig eine sehr gute Reisedauer für eine kurze Safari. Eine einzelne Nacht würden wir vermeiden. Ihr hättet dann praktisch nur eine Nachmittags- und eine Morgenpirschfahrt und würdet einen erheblichen Teil der Reisezeit für An- und Abfahrt verwenden.

Mit zwei Nächten habt ihr dagegen einen kompletten Tag ohne Transfer. Genau dieser mittlere Tag macht einen großen Unterschied.

Wer Fotograf ist, sehr gerne Tiere beobachtet oder bewusst langsam reist, kann auch drei Nächte bleiben. Danach würde ich LUMO allerdings eher mit einem weiteren Safari-Gebiet kombinieren als immer mehr Nächte am gleichen Ort hinzuzufügen.

3 Tage LUMO oder 3 Tage Masai Mara?

Auch dieser Vergleich hängt vom Reisestil ab. Die Masai Mara besitzt eine außergewöhnlich hohe Tierdichte und gehört zu den besten Safari-Gebieten Afrikas. Wer zum ersten Mal nach Kenia reist und nur eine einzige Safari im ganzen Urlaub machen wird, hat mit der Mara eine sehr starke Option.

Von der Küste aus ist die Masai Mara jedoch wesentlich aufwendiger erreichbar. Bei nur drei Tagen ist ein Flug fast unvermeidlich, wenn nicht ein großer Teil der Reisezeit auf der Straße verloren gehen soll.

LUMO hat dagegen den Vorteil der relativ guten Erreichbarkeit von Mombasa und Diani. Die Safari ist ruhiger und die Unterkünfte sind kleiner. Eine Nachtfahrt oder ein Bush Walk erweitern das Erlebnis zusätzlich.

Für einen Küstenurlaub würden wir deshalb LUMO nicht als „Ersatz für die Mara“ betrachten, sondern als vollkommen andere Form der kurzen Safari.

Unsere Empfehlung für eine perfekte 3-tägige Safari in LUMO

Wenn wir eine kurze LUMO-Safari planen würden, würden wir zwei Nächte in derselben Unterkunft wählen und auf keinen Fall versuchen, innerhalb der drei Tage zusätzlich zwei weitere Parks abzuhaken. Die erste Nachmittags-Safari, zwei Pirschfahrten am zweiten Tag und eine letzte Morgenfahrt am dritten Tag ergeben bereits ein sehr intensives Programm.

Dazu würden wir eine Nachtpirschfahrt und – wenn Zeit und Interesse vorhanden sind – einen kurzen geführten Walk einplanen. Bei der Unterkunft wäre Lions Bluff für den ersten Besuch unsere komfortabelste Empfehlung, während Cheetah Tented Camp besonders interessant ist, wenn das Camp-Erlebnis selbst im Vordergrund stehen soll.

Wer anschließend noch zwei Tage investieren kann, sollte Tsavo East oder Tsavo West ergänzen. Dann entsteht aus einer kurzen LUMO-Safari eine außergewöhnlich abwechslungsreiche Tsavo-Reise.

Häufige Fragen zum LUMO Community Wildlife Conservancy

Wo liegt LUMO? Das LUMO Community Wildlife Conservancy liegt in Taita-Taveta County im Tsavo-Ökosystem und grenzt an Tsavo West und das Taita Hills Wildlife Sanctuary.

Was bedeutet LUMO? Der Name setzt sich aus den drei Community-Ranches Lualenyi, Mramba und Oza zusammen, deren Flächen die Grundlage der Conservancy bilden.

Sind drei Tage genug? Ja. Drei Tage mit zwei Übernachtungen ermöglichen mehrere Pirschfahrten und mindestens einen kompletten Tag ohne Transfer.

Welche Tiere sieht man? Gute Chancen bestehen unter anderem auf Elefanten, Löwen, Büffel, Giraffen, Zebras und verschiedene Antilopen. Leoparden, Geparden und zahlreiche nachtaktive Tiere sind ebenfalls möglich, aber nicht garantiert.

Kann man in LUMO Nachtfahrten machen? Ja. Night Game Drives gehören zu den angebotenen Aktivitäten.

Kann man in LUMO wandern? Geführte Bush Walks beziehungsweise Nature Walks werden angeboten. Diese finden mit Guides beziehungsweise Rangern statt.

Welche Unterkunft ist am besten? Für Komfort und Aussicht würden wir Soroi Lions Bluff Lodge bevorzugen. Soroi Cheetah Tented Camp bietet ein stärkeres klassisches Zeltcamp-Erlebnis, Leopards Lair eignet sich besonders für kleine Gruppen und viel Privatsphäre.

Wann ist die beste Reisezeit? Juni bis Oktober sowie Januar und Februar sind besonders gut für klassische Tierbeobachtungen. Die Regenzeit bietet dafür grünere Landschaften, weniger Staub und interessantes Birding.

LUMO oder Tsavo East? Tsavo East ist größer, trockener und für seine roten Elefanten bekannt. LUMO ist kleiner, ruhiger und bietet ein exklusiveres Safari-Erlebnis.

LUMO oder Tsavo West? Tsavo West besitzt mehr spektakuläre geologische und landschaftliche Sehenswürdigkeiten. LUMO bietet dafür häufig ruhigere Tierbeobachtungen und zusätzliche Conservancy-Aktivitäten.

Kann man LUMO von Diani aus besuchen? Ja. Gerade für Urlauber an der Südküste ist eine dreitägige Safari mit zwei Übernachtungen sehr gut geeignet.

Kann man von Nairobi mit dem Zug anreisen? Ja. Der SGR fährt bis Voi, von wo aus LUMO per Straßentransfer erreichbar ist. Soroi bietet entsprechende Bahn-Safari-Pakete an.

Fazit: Lohnt sich eine 3 Tage Safari in LUMO?

Eine 3 Tage Safari im LUMO Community Wildlife Conservancy lohnt sich besonders für Reisende, die innerhalb kurzer Zeit eine intensive Safari erleben möchten und dabei mehr Wert auf Ruhe als auf möglichst bekannte Namen legen. Zwei Übernachtungen ermöglichen mehrere Pirschfahrten, eine Nachtfahrt, bei Interesse einen Bush Walk und ausreichend Zeit, die besondere Landschaft zu genießen.

LUMO kann bei der Größe nicht mit Tsavo East oder Tsavo West konkurrieren – und genau das muss es auch nicht. Die Stärke der Conservancy liegt in ihrem anderen Charakter. Wenige Fahrzeuge, kleine Unterkünfte, weite Ausblicke und die Möglichkeit, Tiere über längere Zeit ungestört zu beobachten, machen das Gebiet besonders. Gleichzeitig unterstützt der Aufenthalt ein gemeinschaftlich getragenes Naturschutzmodell, bei dem lokale Gemeinden direkt vom Erhalt der Wildnis profitieren.

Für eine kurze Safari ab Diani Beach oder Mombasa würden wir zwei Nächte LUMO jederzeit einer hektischen Tour mit drei verschiedenen Schutzgebieten vorziehen. Wer vier bis sieben Tage zur Verfügung hat, sollte LUMO dagegen mit Tsavo East, Tsavo West oder Amboseli verbinden. Gerade die Kombination aus den intimen Tierbeobachtungen in LUMO und der enormen Weite der Tsavo-Nationalparks macht eine solche Reise besonders abwechslungsreich.

Wer Kenia bereits kennt und bewusst nach einer ruhigeren Safari abseits der bekanntesten Standardrouten sucht, findet in LUMO einen der spannendsten Geheimtipps des südlichen Kenias.

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