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Der klassische Süden von Madagaskar – Eine ausführliche Reiseroute für Entdecker 

Der Süden Madagaskars zählt zu den eindrucksvollsten und ursprünglichsten Regionen der Insel. Wenn Sie sich für diese Route entscheiden, erwartet Sie keine gewöhnliche Reise, sondern ein intensives Erlebnis voller Kontraste: von grünen Hochländern über zerklüftete Gebirgsmassive bis hin zu trockenen Dornbuschlandschaften und paradiesischen Küsten am Indischen Ozean.

In diesem ausführlichen Beitrag erhalten Sie eine strukturierte Reiseroute durch den klassischen Süden – inklusive Etappen, Highlights und praktischen Tipps.


Überblick: Die klassische Route durch den Süden Madagaskars

Die klassische Südroute Madagaskars gehört zu den eindrucksvollsten Reiserouten Afrikas und verläuft größtenteils entlang der legendären Route Nationale 7 (RN7). Diese Strecke ist weit mehr als nur eine Straßenverbindung – sie ist das geografische, kulturelle und landschaftliche Rückgrat des Landes und bietet Ihnen die Möglichkeit, Madagaskar in seiner ganzen Vielfalt zu erleben.

Von den Highlands bis ans Meer – eine Reise durch Extreme

Ihre Reise beginnt in der Hauptstadt Antananarivo, die im zentralen Hochland liegt. Von hier aus führt die Route kontinuierlich nach Süden bis zur Küstenstadt Tuléar (Toliara) am Indischen Ozean.

Was diese Strecke so besonders macht, ist die enorme Vielfalt auf vergleichsweise kurzer Distanz:

  • Zentrales Hochland: Zu Beginn dominieren grüne Hügel, Reisterrassen und eine vergleichsweise kühle, gemäßigte Klimazone. Die Landschaft wirkt fast asiatisch geprägt und ist dicht besiedelt.
  • Übergangszonen: Je weiter Sie nach Süden reisen, desto trockener wird das Klima. Wälder weichen offenen Savannen, und die Vegetation verändert sich sichtbar.
  • Regenwaldregionen: Im Bereich von Ranomafana erleben Sie noch einmal dichten, tropischen Regenwald mit hoher Luftfeuchtigkeit und enormer Artenvielfalt.
  • Halbtrockene Ebenen: Südlich von Fianarantsoa beginnt eine zunehmend karge Landschaft mit weiten Grasflächen und Felsformationen.
  • Trockener Süden: Rund um den Isalo-Nationalpark und weiter Richtung Tuléar prägen Dornenwälder, Baobabs und sandige Böden das Bild. Hier zeigt sich Madagaskar von seiner archaischsten Seite.
  • Küstenregion: Am Ende der Route erreichen Sie die Südwestküste mit tropischem Klima, Mangroven, Lagunen und weißen Sandstränden.

Diese Abfolge macht die Route zu einer Art „Mini-Kontinent“ – Sie durchqueren innerhalb weniger Tage mehrere Ökosysteme, die sonst oft tausende Kilometer auseinanderliegen.


Kulturelle Vielfalt entlang der Strecke – Begegnungen, Traditionen und Lebenswelten

Neben den eindrucksvollen landschaftlichen Veränderungen ist es vor allem die kulturelle Vielfalt, die Ihre Reise entlang der Route Nationale 7 zu einem einzigartigen Erlebnis macht. Auf vergleichsweise kurzer Strecke durchqueren Sie mehrere traditionelle Siedlungsgebiete, in denen unterschiedliche Volksgruppen mit eigenen Sprachen, Bräuchen und Lebensweisen beheimatet sind. Diese kulturelle Reise verläuft dabei fast unmerklich – und doch verändert sich das Leben entlang der Route Schritt für Schritt.


Das Hochland – Die Welt der Merina

Im zentralen Hochland rund um Antananarivo prägt die Merina-Kultur das gesellschaftliche Leben. Diese Region gilt als politisches und historisches Zentrum Madagaskars.

Charakteristisch für die Merina sind:

  • kunstvoll angelegte Reisterrassen, die seit Jahrhunderten bewirtschaftet werden
  • traditionelle Häuser aus Lehm und Ziegeln mit roten Dächern
  • eine stark ausgeprägte soziale Struktur mit tief verwurzelten Familienbindungen

Ein besonders wichtiger Bestandteil der Kultur ist der Ahnenkult. Die Verehrung der Vorfahren spielt im Alltag eine zentrale Rolle und zeigt sich unter anderem in aufwendigen Bestattungsritualen wie der „Famadihana“ (Umbettung der Toten).

👉 Für Sie als Reisende bedeutet das: Viele Orte haben eine spirituelle Bedeutung – respektvolles Verhalten ist hier besonders wichtig.


Die Betsileo – Meister des Reisanbaus

Südlich des Hochlands, rund um Fianarantsoa, leben die Betsileo. Ihr Name bedeutet sinngemäß „die Unbesiegbaren“, und sie sind vor allem für ihre hochentwickelte Landwirtschaft bekannt.

Besonderheiten der Betsileo-Kultur:

  • aufwendige Terrassensysteme für den Reisanbau
  • ausgeklügelte Bewässerungstechniken
  • enge Verbindung zwischen Landwirtschaft und sozialem Leben

Die Landschaft in dieser Region ist stark vom Menschen geprägt – jede nutzbare Fläche scheint kultiviert. Gleichzeitig erleben Sie hier eine eher ruhige, strukturierte Lebensweise.

Architektur & Alltag:

  • kompakte Dörfer mit klarer Struktur
  • traditionelle Handwerkskunst
  • Märkte als soziale Treffpunkte

Übergang in den Süden – Wandel der Lebensbedingungen

Je weiter Sie nach Süden reisen, desto stärker verändert sich nicht nur die Landschaft, sondern auch die Lebensweise der Menschen. Wasser wird knapper, Landwirtschaft schwieriger – und die Kulturen passen sich diesen Bedingungen an.


Die Bara – Viehzüchter und Traditionen der Stärke

In den Übergangsregionen und Savannen begegnen Sie den Bara, einer Volksgruppe, deren Leben stark von der Viehzucht geprägt ist.

Zentrale Elemente der Bara-Kultur:

  • Zebus (Rinder) als Statussymbol und Lebensgrundlage
  • halbnomadische Lebensweise
  • Mutproben und Rituale als Teil des Erwachsenwerdens

Die Bara sind bekannt für ihre enge Verbindung zu ihren Tieren. Zebus sind nicht nur wirtschaftlich wichtig, sondern haben auch eine tiefe kulturelle und symbolische Bedeutung.


Die Antandroy – Leben im „Land der Dornen“

Im trockenen Süden treffen Sie auf die Antandroy, deren Name übersetzt „Menschen der Dornen“ bedeutet. Diese Bezeichnung spiegelt die harschen Lebensbedingungen ihrer Heimat wider.

Typische Merkmale:

  • Anpassung an extreme Trockenheit
  • einfache, funktionale Behausungen
  • Nutzung widerstandsfähiger Pflanzen und Ressourcen

Das Leben hier ist geprägt von Entbehrung, aber auch von bemerkenswerter Widerstandsfähigkeit. Traditionen und Gemeinschaft spielen eine zentrale Rolle im Alltag.


Die Mahafaly – Kunstvolle Grabkultur

Ebenfalls im Süden beheimatet sind die Mahafaly, die besonders für ihre aufwendigen Grabstätten bekannt sind.

Besonderheiten:

  • reich verzierte Gräber mit geschnitzten Holzstelen (Aloalo)
  • symbolische Darstellungen von Lebensgeschichten
  • starke Verbindung zwischen Leben, Tod und Ahnenwelt

Die Grabkunst der Mahafaly gehört zu den eindrucksvollsten kulturellen Ausdrucksformen Madagaskars und zeigt, welchen Stellenwert die Ahnenverehrung in dieser Region hat.


Ein ständiger Wandel – Kultur als Teil der Reise

Was diese Route so besonders macht, ist die Tatsache, dass Sie diesen kulturellen Wandel nicht isoliert erleben, sondern als fließenden Übergang:

  • Kleidung verändert sich sichtbar
  • Baustile werden einfacher und funktionaler
  • Märkte bieten unterschiedliche Produkte
  • Sprachen und Dialekte wechseln

Für Sie entsteht dadurch das Gefühl, nicht nur durch ein Land zu reisen, sondern durch mehrere „Welten“ innerhalb einer Insel.


Respektvoll reisen – wichtige Hinweise

Beim Kontakt mit der lokalen Bevölkerung sollten Sie einige Dinge beachten:

  • Fragen Sie immer um Erlaubnis, bevor Sie fotografieren
  • Respektieren Sie sogenannte „Fady“ (lokale Tabus)
  • Kleiden Sie sich angemessen, besonders in ländlichen Regionen
  • Zeigen Sie Interesse und Offenheit – oft entstehen so die schönsten Begegnungen

Warum die Route Nationale 7 die ideale Einsteigerroute ist

Wenn Sie Madagaskar zum ersten Mal bereisen, stellt sich schnell die Frage: Welche Route bietet den besten Einstieg in dieses vielfältige und zugleich herausfordernde Land? Die klare Antwort lautet in den meisten Fällen: die Route Nationale 7 (RN7).

Sie gilt nicht ohne Grund als die „klassische Einsteigerroute“ – denn sie vereint Zugänglichkeit, Vielfalt und Planungssicherheit auf eine Weise, die es Ihnen ermöglicht, Madagaskar intensiv zu erleben, ohne von den oft schwierigen Bedingungen überfordert zu werden.


Vergleichsweise gute Infrastruktur

Madagaskar ist bekannt für seine teils schwierigen Straßenverhältnisse. Viele Regionen sind nur über unbefestigte Pisten erreichbar, die insbesondere während der Regenzeit kaum passierbar sind.

Die RN7 hebt sich hier deutlich ab:

  • sie ist eine der wichtigsten Verkehrsachsen des Landes
  • große Teile der Strecke sind asphaltiert
  • regelmäßige Verbindungen zwischen den größeren Orten

Für Sie bedeutet das: deutlich mehr Komfort, planbare Fahrzeiten und weniger Risiko von unvorhergesehenen Verzögerungen.


Hohe Dichte an Sehenswürdigkeiten

Ein entscheidender Vorteil der RN7 ist die außergewöhnliche Vielfalt an Highlights entlang der Strecke. Kaum eine andere Route bietet Ihnen eine vergleichbare Konzentration an Natur- und Kulturerlebnissen.

Entlang der Route erwarten Sie unter anderem:

  • mehrere Nationalparks mit einzigartiger Tier- und Pflanzenwelt
  • kulturell bedeutende Städte und Dörfer
  • spektakuläre Landschaften wie Hochland, Regenwald und Halbwüste

Sie erleben:

  • Lemuren in freier Wildbahn
  • eindrucksvolle Canyons und Felsformationen
  • traditionelle Märkte und Handwerkskunst

Diese Vielfalt macht die RN7 zu einer Art „Best-of Madagaskar“ auf relativ kompakter Strecke.


Logistisch gut planbar

Gerade für Erstreisende ist eine gute Planbarkeit ein entscheidender Faktor. Die RN7 bietet hier große Vorteile:

  • klare Streckenführung von Nord nach Süd
  • gut bekannte Etappenorte
  • etablierte Reiserouten mit erprobten Abläufen

Das bedeutet für Sie:

  • einfache Organisation im Voraus
  • realistische Einschätzung von Fahrzeiten
  • flexible Anpassung unterwegs möglich

Auch lokale Fahrer und Reiseveranstalter sind mit dieser Strecke bestens vertraut, was zusätzliche Sicherheit gibt.


Vielfältige Unterkünfte für jeden Anspruch

Ein weiterer Pluspunkt ist die breite Auswahl an Unterkünften entlang der RN7.

Sie finden:

  • einfache Gästehäuser (Gîtes)
  • charmante Boutique-Hotels
  • komfortable Lodges in Naturnähe

In vielen Etappenorten können Sie zwischen mehreren Optionen wählen – je nach Budget und gewünschtem Komfort.

Das ist in anderen Teilen Madagaskars oft nicht der Fall, wo Unterkünfte begrenzt oder sehr einfach sein können.


Ideale Balance zwischen Abenteuer und Komfort

Die RN7 bietet Ihnen genau die richtige Mischung:

  • Abenteuer, durch ursprüngliche Landschaften und authentische Begegnungen
  • Sicherheit, durch vorhandene Infrastruktur und etablierte Routen
  • Flexibilität, durch gute Erreichbarkeit der wichtigsten Stationen

Sie tauchen tief in das Land ein, ohne sich in extrem abgelegene oder schwer zugängliche Regionen begeben zu müssen.


Ein „Madagaskar im Miniaturformat“

Ein weiterer großer Vorteil: Die Route vermittelt Ihnen ein erstaunlich vollständiges Bild des Landes.

Innerhalb von 10 bis 14 Tagen erleben Sie:

  • verschiedene Klimazonen
  • unterschiedliche Vegetationsformen
  • mehrere ethnische Kulturen
  • vielfältige Landschaftsbilder

Kaum eine andere Route ermöglicht es Ihnen, Madagaskar in so kurzer Zeit so umfassend zu verstehen.


Perfekt für den ersten Besuch – und darüber hinaus

Die RN7 eignet sich ideal:

  • für Erstreisende
  • für Individualreisende mit begrenzter Zeit
  • als Grundlage für spätere, vertiefende Reisen in abgelegenere Regionen

Viele Reisende nutzen diese Route als Einstieg – und kehren später zurück, um weitere Teile der Insel zu entdecken.


Empfohlene Reisedauer: 10–14 Tage – realistisch planen und bewusst reisen

Für die klassische Route durch den Süden Madagaskars entlang der Route Nationale 7 sollten Sie idealerweise 10 bis 14 Tage einplanen. Diese Zeitspanne hat sich bewährt, um die wichtigsten Höhepunkte zu erleben, ohne die Reise zu überladen oder unter Zeitdruck zu geraten.

Doch was bedeutet das konkret für Ihre Planung? Der Unterschied zwischen 10 und 14 Tagen ist größer, als es zunächst scheint – und hat erheblichen Einfluss auf Ihr Reiseerlebnis.


10 Tage – die kompakte Variante

Wenn Sie nur etwa 10 Tage zur Verfügung haben, ist die Route grundsätzlich machbar – allerdings in einem eher straffen Tempo.

Was Sie erwartet:

  • Fokus auf die wichtigsten Stationen (z. B. Ranomafana, Isalo, Küste)
  • längere Fahrtage mit weniger Pausen
  • begrenzte Zeit für spontane Entdeckungen

Für wen geeignet:

  • Reisende mit wenig Zeit
  • Personen, die einen ersten Überblick gewinnen möchten
  • eher „aktive“ Reisende, die viel Strecke in kurzer Zeit zurücklegen möchten

Sie sehen die Highlights – aber erleben sie weniger intensiv.


12–14 Tage – die empfohlene, entspannte Variante

Mit 12 bis 14 Tagen entfaltet die Route ihren vollen Reiz. Sie gewinnen wertvolle Zeit – nicht nur für Sehenswürdigkeiten, sondern auch für Erlebnisse.

Ihre Vorteile:

  • mehr Zeit für Nationalparks und Wanderungen
  • entspanntere Tagesetappen mit weniger Fahrstress
  • Raum für Begegnungen mit Einheimischen
  • Möglichkeit für zusätzliche Stopps und kleine Abstecher

Typische Verbesserungen gegenüber der Kurzvariante:

  • zwei Nächte statt einer in wichtigen Orten (z. B. Ranomafana, Isalo)
  • Zeit für geführte Touren und Ruhephasen
  • entspannte Ankunft an der Küste mit echten Erholungstagen

Die Reise wird intensiver, persönlicher und deutlich nachhaltiger.


Fahrzeiten – der entscheidende Faktor

Ein häufiger Planungsfehler besteht darin, Entfernungen zu unterschätzen. Auf der Karte wirken viele Etappen überschaubar – in der Realität jedoch benötigen Sie oft deutlich länger.

Gründe dafür:

  • teilweise schlechte oder kurvenreiche Straßen
  • langsamer Verkehr (LKW, Ochsenkarren, Fußgänger)
  • Ortsdurchfahrten mit viel Aktivität
  • spontane Stopps für Fotos oder Märkte

Faustregel: Rechnen Sie selten mit mehr als 50–60 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit. Eine Strecke von 200 km kann daher schnell 4 bis 6 Stunden in Anspruch nehmen.


Zeit für das Unerwartete einplanen

Ein großer Teil des Reizes dieser Reise liegt im Ungeplanten:

  • ein lebhafter Markt am Straßenrand
  • Kinder, die Ihnen neugierig begegnen
  • beeindruckende Landschaften, die zu spontanen Fotostopps einladen

Wenn Ihr Zeitplan zu eng ist, gehen genau diese Momente verloren.

Deshalb gilt: Lieber weniger Stationen – dafür mehr Zeit pro Ort.


Die richtige Balance finden

Die ideale Reisedauer hängt letztlich von Ihrem persönlichen Reisestil ab:

  • Möchten Sie möglichst viel sehen? → eher 10 Tage
  • Möchten Sie erleben, verstehen und genießen? → eher 12–14 Tage

Für die meisten Reisenden ist die längere Variante die deutlich lohnendere Entscheidung.


Tag 1–2: Antananarivo – Start im Hochland

Ihre Reise beginnt in der Hauptstadt Antananarivo, die auf etwa 1.200 Metern Höhe liegt. Hier erleben Sie das geschäftige Leben des madagassischen Hochlands.

Sehenswürdigkeiten:

  • Königspalast (Rova)
  • Analakely-Markt
  • Koloniale Architektur

Tipp: Nutzen Sie die Zeit, um sich zu akklimatisieren und erste Eindrücke der Kultur zu sammeln.


Tag 3: Antananarivo – Antsirabe (ca. 170 km)

Ihre erste Etappe führt Sie nach Antsirabe, einer charmanten Stadt, die für ihre koloniale Vergangenheit und Thermalquellen bekannt ist.

Unterwegs sehen Sie:

  • Reisterrassen
  • kleine Handwerksdörfer
  • traditionelle Ziegelhäuser

In Antsirabe:

  • Rikschafahrt durch die Stadt
  • Besuch lokaler Werkstätten (z. B. Edelsteine, Miniaturmodelle)

Tag 4: Antsirabe – Ranomafana (ca. 240 km)

Die Landschaft wird zunehmend tropischer, während Sie sich Richtung Ranomafana bewegen.

Highlight:
Der Ranomafana-Nationalpark ist ein UNESCO-Weltnaturerbe und bekannt für seine enorme Biodiversität.

Aktivitäten:

  • Geführte Wanderung im Regenwald
  • Beobachtung von Lemuren und Chamäleons
  • Nachtwanderungen

Tag 5–6: Ranomafana – Fianarantsoa – Ambalavao (ca. 150 km)

Die Route führt Sie durch die kulturelle Hauptstadt Fianarantsoa weiter nach Ambalavao.

In Ambalavao:

  • Besuch einer traditionellen Papiermanufaktur
  • Zebu-Markt (je nach Wochentag)

Abstecher:
Das nahegelegene Anja-Reservat bietet hervorragende Möglichkeiten, Katta-Lemuren aus nächster Nähe zu beobachten.


Tag 7: Ambalavao – Isalo-Nationalpark (ca. 230 km)

Sie verlassen das Hochland und gelangen in zunehmend trockene Regionen. Die Landschaft verändert sich drastisch.


Tag 8–9: Isalo-Nationalpark – Wandern in spektakulärer Natur

Der Isalo-Nationalpark gehört zu den absoluten Höhepunkten Ihrer Reise.

Erwartet Sie:

  • tiefe Schluchten und Canyons
  • bizarre Sandsteinformationen
  • natürliche Pools (ideal zum Baden)

Empfohlene Wanderungen:

  • Canyon des Singes
  • Piscine Naturelle
  • Namaza-Trail

Tipp: Planen Sie ausreichend Zeit ein – mindestens zwei Tage.


Tag 10: Isalo – Tulear (Toliara) (ca. 250 km)

Die Landschaft wird nun zunehmend karger. Sie befinden sich im trockenen Süden, geprägt von Dornenwald und Baobabs.

Unterwegs:

  • traditionelle Mahafaly-Gräber
  • weite, fast wüstenartige Ebenen

In Tuléar angekommen, spüren Sie sofort die entspannte Atmosphäre der Küste.


Tag 11–13: Küste bei Ifaty oder Anakao – Entspannung am Meer

Nach der intensiven Rundreise erreichen Sie die traumhafte Südwestküste.

Ifaty

Leicht erreichbar und bekannt für:

  • Korallenriffe
  • Schnorcheln und Tauchen
  • Baobab- und Dornenwälder

Anakao

Etwas abgelegener, dafür ursprünglicher:

  • idyllische Strände
  • traditionelle Fischerdörfer
  • Bootsausflug zur Insel Nosy Ve

Optionale Verlängerung: Fort Dauphin (Tolagnaro)

Für besonders Abenteuerlustige lohnt sich ein Abstecher in den äußersten Süden nach Fort Dauphin.

Besonderheiten:

  • Mischung aus Bergen und Ozean
  • weniger touristisch
  • einzigartige Natur

Kulturelle Einblicke entlang der Route

Während Ihrer Reise begegnen Sie verschiedenen Volksgruppen:

  • Bara: bekannt für Viehzucht und Zebus
  • Antandroy: „Menschen der Dornen“ – angepasst an das trockene Klima
  • Mahafaly: berühmt für kunstvolle Grabstätten

Wichtig: Respektieren Sie lokale Traditionen, insbesondere bei Fotografien und heiligen Orten.


Praktische Tipps für Ihre Reise

1. Straßenverhältnisse: Die RN7 ist vergleichsweise gut, dennoch sind lange Fahrzeiten einzuplanen.

2. Gesundheit & Klima

  • viel trinken
  • Sonnenschutz unbedingt erforderlich
  • Reiseapotheke mitführen

3. Sicherheit: Madagaskar gilt grundsätzlich als sicheres Reiseland, dennoch sollten Sie.

  • nachts nicht allein unterwegs sein
  • Wertsachen sicher aufbewahren

4. Reiseorganisation: Ein lokaler Fahrer/Guide ist sehr empfehlenswert und erleichtert Ihre Reise erheblich.


Fazit: Eine Reise voller Kontraste

Der klassische Süden Madagaskars ist eine der eindrucksvollsten Reiserouten Afrikas. Sie erleben auf relativ kurzer Strecke eine unglaubliche Vielfalt an Landschaften, Kulturen und Tierwelten. Wenn Sie bereit sind, sich auf einfache Bedingungen einzulassen, werden Sie mit authentischen Begegnungen, spektakulären Naturerlebnissen und unvergesslichen Eindrücken belohnt. Diese Reise ist keine gewöhnliche Rundreise – sie ist ein echtes Abenteuer.

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