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Eine Familienreise durch Namibia und Botswana verbindet einige der eindrucksvollsten Landschaften Afrikas mit außergewöhnlichen Tierbeobachtungen und einem echten Gefühl von Abenteuer. In Namibia erwarten Familien endlose Wüstenlandschaften, gewaltige Dünen, einsame Straßen und hervorragende Nationalparks. Botswana ergänzt die Reise mit wasserreichen Wildnisgebieten, großen Elefantenherden und intensiven Safarierlebnissen im Chobe-Nationalpark und im Okavango-Delta.
Beide Länder lassen sich hervorragend miteinander kombinieren. Besonders abwechslungsreich ist eine Route von Windhoek über die Namib-Wüste, die Atlantikküste und den Etosha-Nationalpark bis in den grünen Nordosten Namibias. Von dort führt die Reise weiter nach Botswana, beispielsweise zum Chobe-Nationalpark und anschließend in das Okavango-Delta.
Eine solche Reise eignet sich nicht nur für erfahrene Afrikareisende. Mit einer sorgfältig geplanten Route, familienfreundlichen Unterkünften, realistischen Fahrtstrecken und ausreichend Pausen kann eine Namibia-Botswana-Reise auch für Familien mit jüngeren Kindern zu einem unvergesslichen Erlebnis werden.
Namibia und Botswana unterscheiden sich landschaftlich deutlich voneinander. Genau dieser Kontrast macht eine kombinierte Familienreise besonders interessant.
Namibia ist geprägt von Weite, trockenen Landschaften und spektakulären geologischen Formationen. Die Straßen führen durch Wüsten, Savannen und Gebirgslandschaften. Immer wieder begegnet man Oryxantilopen, Springböcken, Straußen oder Warzenschweinen direkt am Straßenrand.
Botswana wirkt dagegen vielerorts grüner und ursprünglicher. Vor allem im Norden bestimmen Flüsse, Überschwemmungsgebiete und Lagunen das Landschaftsbild. Der Chobe-Fluss und das Okavango-Delta ziehen große Mengen an Wildtieren an. Elefanten, Flusspferde, Krokodile, Büffel und zahlreiche Vogelarten können hier aus nächster Nähe beobachtet werden.
Für Kinder ist die Reise besonders abwechslungsreich, weil sich die Erlebnisse ständig verändern. An einem Tag klettert die Familie auf eine Sanddüne, am nächsten werden Robben an der Atlantikküste beobachtet und wenige Tage später stehen Elefanten, Zebras oder Giraffen im Mittelpunkt.
Weitere Vorteile einer Familienreise durch Namibia und Botswana sind:
Die Reise kann als Selbstfahrerreise, privat geführte Safari oder als Kombination aus Mietwagenreise und Flugsafari geplant werden.
Grundsätzlich kann eine Reise durch Namibia und Botswana mit Kindern unterschiedlichen Alters durchgeführt werden. Entscheidend sind weniger das genaue Alter als die Reisedauer, das Temperament der Kinder und die Gestaltung der Route.
Mit jüngeren Kindern sollten Fahrtstrecken möglichst kurz gehalten werden. Mehrere Übernachtungen an einem Ort sind angenehmer als tägliche Unterkunftswechsel. Außerdem ist es wichtig, Unterkünfte auszuwählen, die Kinder ausdrücklich willkommen heißen.
Einige Lodges setzen für bestimmte Aktivitäten ein Mindestalter voraus. Dies betrifft insbesondere offene Safari-Fahrzeuge, Mokoro-Fahrten, Buschwanderungen oder Übernachtungen in besonders abgelegenen Camps. Die Altersregeln unterscheiden sich von Unterkunft zu Unterkunft und sollten bereits bei der Reiseplanung geprüft werden.
Für Familien mit kleinen Kindern eignen sich vor allem:
Schulkinder können die Tierwelt, die unterschiedlichen Landschaften und die kulturellen Begegnungen meist bereits sehr bewusst erleben. Viele Kinder entwickeln schnell ein großes Interesse daran, Tiere zu erkennen, Spuren zu entdecken oder eine eigene Safari-Liste zu führen.
Gerade für Schulkinder ist die Kombination aus Namibia und Botswana ideal, da sie sowohl aktive Erlebnisse als auch klassische Safaris bietet. Dünenspaziergänge, Bootstouren, Tierbeobachtungen und Fahrten durch unterschiedliche Landschaften sorgen für Abwechslung.
Mit Jugendlichen kann die Reise aktiver gestaltet werden. Möglich sind beispielsweise längere Wanderungen, Kajaktouren, anspruchsvollere Dünenbesteigungen, Quad-Ausflüge oder – abhängig von den jeweiligen Altersbestimmungen – Mokoro-Fahrten und Buschwanderungen.
Jugendliche schätzen häufig auch die außergewöhnlichen Unterkünfte, den Sternenhimmel, das Fotografieren von Wildtieren und die Weite der Landschaft.
Für eine kombinierte Reise sollten mindestens 16 bis 18 Tage eingeplant werden. Angenehmer sind etwa drei Wochen. Namibia und Botswana sind große Länder, und viele Sehenswürdigkeiten liegen weit voneinander entfernt.
Eine zu kurze Reise führt schnell dazu, dass Familien einen erheblichen Teil des Urlaubs im Auto verbringen. Gerade mit Kindern ist es sinnvoll, an wichtigen Stationen mindestens zwei Nächte zu bleiben.
Für eine ausführliche Kombination aus Namibia und Botswana eignet sich eine Reisedauer von etwa 19 bis 23 Tagen. Soll zusätzlich ein längerer Aufenthalt im Okavango-Delta eingeplant werden, sind auch 24 Tage sinnvoll.
Die folgende Beispielroute umfasst etwa drei Wochen. Sie verbindet die wichtigsten landschaftlichen Höhepunkte Namibias mit den Tiergebieten im Norden Botswanas.
Die Reise beginnt in Windhoek, der Hauptstadt Namibias. Nach einem langen Flug sollte die erste Nacht möglichst ruhig gestaltet werden. Viele Familien entscheiden sich für eine Unterkunft am Stadtrand oder auf einer Gästefarm in der Umgebung.
Der erste Tag dient dazu, sich an das Klima zu gewöhnen, den Mietwagen zu übernehmen und die Reise entspannt zu beginnen. Je nach Ankunftszeit können erste Einkäufe erledigt und Bargeld abgehoben werden.
Für Selbstfahrer ist eine ausführliche Fahrzeugeinweisung wichtig. Dazu gehören die Bedienung des Fahrzeugs, der Reifenwechsel, die Tankregelung und Hinweise zum Fahren auf Schotterstraßen.
Von Windhoek führt die Reise nach Süden beziehungsweise Südwesten in Richtung Namib-Wüste. Bereits die Fahrt ist eindrucksvoll. Die Landschaft wird zunehmend trockener, die Berge treten zurück und die Weite der Wüste beginnt.
Für Familien empfiehlt sich eine Unterkunft in der Nähe des Sesriem-Eingangs zum Namib-Naukluft-Nationalpark. Dadurch können die berühmten Dünen am folgenden Morgen früh erreicht werden.
Viele Lodges verfügen über Familienchalets, einen Pool und offene Flächen, auf denen Kinder sich nach der Fahrt bewegen können.
Ein Besuch des Sossusvlei gehört zu den Höhepunkten jeder Namibia-Reise. Die gewaltigen roten Sanddünen, die hellen Salzpfannen und die abgestorbenen Kameldornbäume im Deadvlei bilden eine der bekanntesten Landschaften des Landes.
Familien sollten möglichst früh starten. Am Morgen sind die Temperaturen angenehmer, das Licht ist besonders schön und die Dünen werfen lange Schatten.
Nicht jede Familie muss eine der höchsten Dünen vollständig besteigen. Schon das Laufen im Sand und der Blick von einer kleineren Düne sind für Kinder ein besonderes Erlebnis. Für den Weg zum Deadvlei sollte ausreichend Wasser mitgenommen werden. Sonnenschutz, Kopfbedeckung und feste Schuhe sind ebenfalls wichtig.
Neben dem Sossusvlei kann der Sesriem-Canyon besucht werden. Der schmale Canyon ist durch Erosion entstanden und bietet eine interessante Abwechslung zu den offenen Wüstenlandschaften.
Für die Region sollten mindestens zwei, besser drei Übernachtungen eingeplant werden.
Von der Namib-Wüste führt die Route durch weite, fast menschenleere Landschaften an die Atlantikküste. Die Fahrt nach Swakopmund ist vergleichsweise lang, bietet aber zahlreiche interessante Ausblicke.
Swakopmund überrascht viele Familien durch sein deutlich kühleres Klima. Nach den warmen Tagen in der Wüste können Nebel, Wind und frische Temperaturen an der Küste zunächst ungewohnt sein.
Die Stadt eignet sich hervorragend für einen Aufenthalt von zwei bis drei Nächten. Hier gibt es Restaurants, Cafés, Geschäfte und zahlreiche familienfreundliche Aktivitäten.
Swakopmund ist eine ideale Station, um die langen Fahrten zu unterbrechen. Gleichzeitig bietet die Küstenregion Erlebnisse, die sich deutlich von einer klassischen Safari unterscheiden.
Zu den beliebtesten Aktivitäten gehören:
Besonders interessant für Kinder ist eine geführte Wüstentour, bei der Geckos, Eidechsen, Schlangen, Spinnen und andere kleine Wüstenbewohner gesucht werden. Dadurch lernen Kinder, dass die scheinbar leere Wüste voller Leben ist.
Welche Aktivität geeignet ist, hängt vom Alter der Kinder ab. Einige Touren können als private Familienausflüge gebucht werden. Dadurch lässt sich das Tempo besser anpassen.
Von Swakopmund führt die Reise weiter nach Norden. Je nach verfügbarer Zeit kann ein Zwischenstopp im Damaraland eingeplant werden.
Das Damaraland ist landschaftlich geprägt von Bergen, trockenen Flusstälern und weiten Ebenen. Hier leben an die Wüste angepasste Tiere. Mit etwas Glück können Wüstenelefanten beobachtet werden. Eine Sichtung ist jedoch nie garantiert.
Für Familien interessant sind außerdem Felsgravuren, geologische Formationen und kleine lokale Gemeinden. Da einige Fahrten im Damaraland lang sein können, sollte die Route nicht zu dicht geplant werden.
Wer nur etwa 18 Tage zur Verfügung hat, kann das Damaraland verkürzen und direkt in Richtung Etosha-Nationalpark weiterreisen.
Der Etosha-Nationalpark ist eines der bekanntesten Wildschutzgebiete Namibias und für Familien besonders gut geeignet. Ein großer Vorteil ist, dass der Park mit dem eigenen Mietwagen befahren werden kann.
Die Landschaft ist offen, und viele Tiere versammeln sich an natürlichen oder künstlich angelegten Wasserstellen. Dadurch sind Tierbeobachtungen häufig auch ohne lange Suche möglich.
Im Etosha-Nationalpark leben unter anderem:
Für Kinder kann eine eigene Tierliste vorbereitet werden. Jede Sichtung wird eingetragen oder abgehakt. Auch ein kleines Fernglas und eine kindgerechte Tierbestimmungs-App oder ein Buch sorgen für zusätzliche Motivation.
Etosha sollte nicht nur als Zwischenstopp betrachtet werden. Empfehlenswert sind mindestens drei, besser vier Übernachtungen. Idealerweise werden unterschiedliche Bereiche des Parks besucht, sodass die Familie nicht täglich zur gleichen Unterkunft zurückfahren muss.
Einige staatliche Camps verfügen über beleuchtete Wasserstellen. Dort können Tiere teilweise auch am Abend beobachtet werden. Für Kinder ist es besonders spannend, nach Einbruch der Dunkelheit leise auf Nashörner, Elefanten oder andere Tiere zu warten.
Nach den trockenen Landschaften Etoshas verändert sich das Bild auf dem Weg in den Nordosten Namibias deutlich. Die Vegetation wird dichter, Dörfer liegen näher beieinander und Flüsse prägen die Landschaft.
Die Region wird häufig als Sambesi-Region bezeichnet. Sie bildet einen schmalen Landstreifen zwischen Angola, Sambia und Botswana.
Für Familien ist es sinnvoll, die Strecke in mehrere Etappen aufzuteilen. Mögliche Zwischenstopps liegen im Raum Rundu, Divundu oder am Kavango-Fluss.
Eine Lodge direkt am Fluss ist nach den staubigen Safaritagen besonders angenehm. Viele Unterkünfte bieten Bootsfahrten, Vogelbeobachtungen und Ausflüge in kleinere Schutzgebiete an.
Der Nordosten Namibias wird von vielen Reisenden unterschätzt. Dabei bietet die Region eine interessante Mischung aus Flusslandschaften, Tierbeobachtungen und kulturellen Eindrücken.
Im Mahango- oder Bwabwata-Gebiet können Elefanten, Antilopen, Büffel, Flusspferde und zahlreiche Vögel beobachtet werden. Die Schutzgebiete sind häufig weniger besucht als Etosha und wirken dadurch besonders ursprünglich.
Bootsfahrten auf dem Kavango- oder Kwando-Fluss sind für Familien ein schönes Erlebnis. Vom Wasser aus lassen sich Flusspferde, Krokodile, Elefanten und Wasservögel beobachten.
Je nach Alter der Kinder und Unterkunft können auch Dorfbesuche oder kulturelle Aktivitäten organisiert werden. Solche Begegnungen sollten respektvoll und in Zusammenarbeit mit lokalen Gemeinden stattfinden.
Vom Nordosten Namibias geht es weiter nach Botswana. Der genaue Grenzübergang hängt von der geplanten Route ab.
Bei einer Mietwagenreise muss vorab geklärt werden, ob das Fahrzeug Botswana befahren darf. Die notwendigen Genehmigungen, Versicherungsunterlagen und Grenzdokumente sollten bereits bei der Fahrzeugübernahme vorliegen.
An Grenzübergängen kann die Abwicklung einige Zeit dauern. Familien sollten ausreichend Getränke, Snacks und etwas Geduld einplanen. Auch die aktuellen Einreisebestimmungen müssen vor Reisebeginn überprüft werden.
Nach dem Grenzübertritt führt die Reise häufig weiter nach Kasane, dem Ausgangspunkt für Safaris im Chobe-Nationalpark.
Der Chobe-Nationalpark gehört zu den tierreichsten Regionen im südlichen Afrika. Besonders bekannt ist das Gebiet für seine großen Elefantenpopulationen.
Kasane liegt direkt am Chobe-Fluss und ist ein gut erreichbarer Ausgangspunkt für Pirschfahrten und Bootssafaris. Für Familien ist die Kombination aus Land- und Wassersafari besonders abwechslungsreich.
Während einer klassischen Pirschfahrt können unter anderem Elefanten, Löwen, Giraffen, Antilopen, Büffel und mit Glück Leoparden beobachtet werden.
Eine Bootssafari bietet eine völlig andere Perspektive. Elefanten kommen zum Trinken an das Ufer oder durchqueren flache Flussbereiche. Flusspferde liegen im Wasser, Krokodile ruhen am Ufer und zahlreiche Vögel fliegen über die Überschwemmungsflächen.
Bootsfahrten sind häufig auch für Kinder geeignet, sofern die Sicherheitsregeln der jeweiligen Anbieter beachtet werden. Eine private Bootsfahrt bietet Familien mehr Flexibilität. Bei Bedarf kann eine Pause eingelegt oder die Fahrt früher beendet werden.
Für den Chobe-Nationalpark sollten mindestens zwei bis drei Nächte eingeplant werden.
Nach dem Aufenthalt am Chobe-Fluss kann die Reise in das Okavango-Delta fortgesetzt werden. Das Delta ist eines der außergewöhnlichsten Naturgebiete Afrikas.
Der Okavango-Fluss mündet nicht ins Meer. Stattdessen verteilt sich das Wasser in einem weitläufigen System aus Kanälen, Lagunen, Inseln und Überschwemmungsflächen.
Das Delta kann auf unterschiedliche Weise besucht werden. Familien können entweder nach Maun fahren und von dort Tagesausflüge unternehmen oder per Kleinflugzeug in ein abgelegenes Safari-Camp fliegen.
Ein Flug über das Delta ist bereits ein Erlebnis. Aus der Luft werden die verzweigten Wasserläufe, Tierpfade und kleinen Inseln sichtbar. Der Flug erfolgt meist in einem kleinen Propellerflugzeug. Familien sollten darauf vorbereitet sein, dass Gepäckbeschränkungen gelten und weiche Reisetaschen erforderlich sein können.
Nicht jedes Camp im Okavango-Delta ist für Kinder geeignet. Einige Unterkünfte haben Altersbeschränkungen oder nehmen jüngere Kinder nur bei privater Buchung eines Fahrzeugs auf.
Für Familien sollte ein Camp sorgfältig ausgewählt werden. Wichtig sind:
Viele hochwertige Camps bieten spezielle Kinderprogramme an. Dabei lernen Kinder beispielsweise Tierfährten zu lesen, Spuren im Sand zu erkennen, Vögel zu bestimmen oder kleine Naturtagebücher zu führen.
Ein privates Safari-Fahrzeug ist besonders empfehlenswert. So können Dauer, Tempo und Inhalt der Pirschfahrten besser an die Familie angepasst werden.
Welche Aktivitäten möglich sind, hängt vom Standort des Camps und vom Wasserstand ab.
Typische Aktivitäten sind:
Ein Mokoro ist ein traditionelles, schmales Boot, das mit einer langen Stange durch flache Kanäle bewegt wird. Die Fahrt ist ruhig und bietet intensive Naturerlebnisse. Für kleinere Kinder gelten jedoch je nach Anbieter unterschiedliche Alters- und Sicherheitsregeln.
Buschwanderungen sind meist erst für ältere Kinder oder Jugendliche geeignet. Auch hier unterscheiden sich die Mindestalter je nach Camp und Region.
Für einen Aufenthalt im Okavango-Delta sollten mindestens drei Nächte eingeplant werden. Da die Anreise aufwendig sein kann, lohnt sich ein kürzerer Aufenthalt häufig nicht.
Nach dem Okavango-Delta kann die Reise über Maun beendet werden. Von dort bestehen Flugverbindungen zu regionalen Drehkreuzen.
Alternativ kann eine Rundreise geplant werden, die mit dem Mietwagen zurück nach Namibia führt. Dies verlängert jedoch die Fahrstrecke deutlich. Für Familien ist eine sogenannte Gabelflug-Reise häufig angenehmer: Ankunft beispielsweise in Windhoek und Rückflug ab Maun, Kasane oder einem anderen geeigneten Flughafen.
Auch eine Kombination aus Mietwagen und Flugtransfer ist möglich. Der Mietwagen wird beispielsweise in Kasane abgegeben, anschließend fliegt die Familie in das Okavango-Delta und von dort weiter zum internationalen Anschlussflug.
Namibia ist eines der beliebtesten Selbstfahrerziele im südlichen Afrika. Botswana kann ebenfalls individuell bereist werden, erfordert je nach Region jedoch mehr Erfahrung.
In Namibia sind viele Hauptstrecken gut befahrbar, allerdings bestehen große Teile des Straßennetzes aus Schotterstraßen. Familien sollten defensiv fahren, Geschwindigkeit vermeiden und nicht nach Einbruch der Dunkelheit unterwegs sein.
Ein geräumiges Fahrzeug ist sinnvoll. Ob ein Allradfahrzeug erforderlich ist, hängt von der Route ab. Für abgelegenere Regionen und bestimmte Strecken bietet ein Geländewagen mehr Sicherheit und Komfort.
Vorteile einer Selbstfahrerreise sind:
Eine klassische Selbstfahrerreise durch abgelegene Teile Botswanas ist anspruchsvoller. Tiefsand, Wasserpassagen, fehlende Beschilderung und große Entfernungen können eine Herausforderung darstellen.
Für Familien ohne Erfahrung mit Geländefahrten ist es häufig angenehmer, Botswana mit organisierten Transfers oder als Lodge-Safari zu bereisen.
Eine bewährte Kombination ist:
Diese Variante verbindet die Freiheit einer Mietwagenreise mit dem Komfort einer geführten Safari.
Eine privat geführte Reise eignet sich für Familien, die sich nicht selbst um Navigation, Fahrzeug und Tagesplanung kümmern möchten.
Ein privater Guide kennt die besten Tierbeobachtungsplätze, kann Kindern Zusammenhänge erklären und den Tagesablauf flexibel anpassen. Außerdem entfällt für die Eltern die Belastung langer Fahrten.
Eine privat geführte Reise ist in der Regel teurer als eine Selbstfahrerreise, bietet dafür jedoch mehr Komfort und Sicherheit.
Namibia und Botswana können grundsätzlich das ganze Jahr über bereist werden. Die beste Zeit hängt davon ab, welche Regionen besucht werden und welche Erlebnisse im Mittelpunkt stehen.
Die trockeneren Monate sind besonders beliebt für Safaris. Die Vegetation ist vielerorts weniger dicht und Tiere sammeln sich häufiger an Wasserstellen.
In den namibischen Wüstenregionen können die Nächte und frühen Morgenstunden kühl sein. Auch im offenen Safari-Fahrzeug wird es vor Sonnenaufgang häufig deutlich kälter als erwartet.
Tagsüber sind die Temperaturen meist angenehm bis warm. In den späteren Monaten der Trockenzeit kann es jedoch sehr heiß werden.
Während der grüneren Monate verändern sich die Landschaften deutlich. Nach Regenfällen entstehen frische Grasflächen, viele Tiere bekommen Nachwuchs und die Vogelwelt ist besonders vielfältig.
Regen fällt häufig in Form lokaler Schauer oder Gewitter. Nicht jeder Reisetag ist vollständig verregnet. Einige Straßen können jedoch schlechter befahrbar sein.
In Botswana kann die Tierbeobachtung weiterhin hervorragend sein, allerdings verteilen sich Tiere bei größerem Wasserangebot stärker.
Familien sind häufig an Schulferien gebunden. Besonders beliebte Unterkünfte im Etosha-Nationalpark, am Chobe-Fluss und im Okavango-Delta sollten frühzeitig reserviert werden.
Familienzimmer sind begrenzt verfügbar und oft schneller ausgebucht als normale Doppelzimmer. Eine frühzeitige Planung ist daher wichtiger als bei Reisen ohne Kinder.
Die Entfernungen in Namibia und Botswana werden häufig unterschätzt. Eine Strecke von 300 Kilometern kann auf Schotterstraßen wesentlich länger dauern als in Europa.
Mit Kindern sollten nicht nur die Kilometer, sondern auch die Straßenverhältnisse berücksichtigt werden.
Für eine angenehme Familienreise gelten folgende Grundregeln:
Kinder sollten während der Fahrt nicht dauerhaft mit einem festen Unterhaltungsprogramm beschäftigt werden müssen. Viele Strecken sind landschaftlich interessant. Tier-Suchspiele, Hörbücher, Reisetagebücher und kleine Ferngläser können die Fahrten abwechslungsreicher machen.
Namibia und Botswana bieten eine breite Auswahl an Unterkünften. Dazu gehören Gästefarmen, Lodges, feste Zeltcamps, Hotels, Selbstversorger-Chalets und luxuriöse Safari-Camps.
Für Familien sind folgende Merkmale besonders wichtig:
Familienzimmer sind nicht überall verfügbar. Teilweise bestehen sie aus zwei getrennten Schlafzimmern, teilweise aus einem größeren Raum mit Zusatzbetten. Bei älteren Kindern können zwei benachbarte Zimmer sinnvoll sein.
Nicht alle Safari-Lodges sind vollständig eingezäunt. In offenen Camps können Wildtiere durch die Anlage laufen. Kinder dürfen sich dort nicht allein bewegen.
Mitarbeiter begleiten die Gäste nach Einbruch der Dunkelheit zu den Zimmern. Eltern sollten vor der Buchung prüfen, ob das Camp für das Alter ihrer Kinder geeignet ist.
Ein Pool ist für Familien besonders angenehm. Nach einer langen Fahrt oder einer frühen Pirschfahrt können Kinder entspannen und sich bewegen.
Eltern sollten beachten, dass Pools in Safari-Lodges nicht immer umzäunt oder überwacht sind.
Kleine Kinder möchten häufig früher essen als Erwachsene. Familienfreundliche Lodges bieten teilweise frühere Essenszeiten oder vereinfachte Kindermenüs an.
Besondere Ernährungsbedürfnisse sollten bereits vor Reisebeginn mitgeteilt werden.
Auf einer dreiwöchigen Reise ist ein Wäscheservice sehr hilfreich. Viele Lodges bieten einen einfachen Waschservice an. Dadurch kann das Gepäck reduziert werden.
Die meisten Lodges bieten Frühstück und Abendessen an. In abgelegenen Safari-Camps ist häufig Vollpension im Preis enthalten.
Das Essen ist in der Regel international geprägt und wird durch regionale Zutaten ergänzt. Für Kinder stehen häufig einfache Gerichte wie Pasta, Reis, Kartoffeln, Gemüse, Hähnchen oder Suppen zur Verfügung.
Bei einer Selbstfahrerreise können in größeren Orten Lebensmittel und Getränke gekauft werden. Außerhalb der Städte ist die Auswahl begrenzter.
Für Fahrtage sollten Familien immer dabeihaben:
Leitungswasser ist nicht überall gleichermaßen geeignet. Die Empfehlungen der jeweiligen Unterkunft sollten beachtet werden.
Vor einer Reise nach Namibia und Botswana sollte sich die Familie rechtzeitig reisemedizinisch beraten lassen.
Das Malariarisiko unterscheidet sich je nach Region und Jahreszeit. Besonders der Norden Namibias, die Sambesi-Region und weite Teile des nördlichen Botswanas können Malariagebiete sein.
Eine individuelle Beratung ist wichtig, da die geeignete Vorsorge vom Alter der Kinder, der Reiseroute, der Jahreszeit und dem persönlichen Gesundheitszustand abhängt.
Unabhängig von einer medikamentösen Vorsorge ist konsequenter Mückenschutz sinnvoll:
Auch Sonnenschutz spielt eine große Rolle. Die Sonne ist intensiv, selbst wenn die Temperaturen durch Wind oder Höhenlage angenehm wirken.
Zur Reiseapotheke können nach ärztlicher Beratung unter anderem gehören:
Die Reiseapotheke sollte immer individuell mit einer Ärztin, einem Arzt oder einer reisemedizinischen Beratungsstelle abgestimmt werden.
Eine Safari ist bei Einhaltung der Regeln gut planbar. Entscheidend ist, dass Kinder verstehen, dass es sich um wilde Tiere handelt.
Folgende Regeln sollten bereits vor Reisebeginn besprochen werden:
Auf Bootstouren sollten Kinder geeignete Rettungswesten tragen. Bei Mokoro-Fahrten oder anderen Wasseraktivitäten sind die Alters- und Sicherheitsbestimmungen des Veranstalters zu beachten.
Für eine Familienreise durch Namibia und Botswana ist funktionale Kleidung wichtiger als besonders elegante Garderobe.
Empfehlenswert sind:
Bei Flügen mit kleinen Safari-Flugzeugen gelten oft strengere Gepäckbeschränkungen als auf internationalen Flügen. Hartschalenkoffer sind häufig ungeeignet. Weiche Reisetaschen lassen sich besser verstauen.
Lange Fahrten lassen sich nicht vollständig vermeiden. Mit einer guten Vorbereitung können sie jedoch Teil des Reiseerlebnisses werden.
Hilfreich sind:
Ein Safari-Tagebuch kann jeden Abend gemeinsam ausgefüllt werden. Die Kinder können aufschreiben oder malen, welche Tiere sie gesehen haben und welches Erlebnis ihnen am besten gefallen hat.
Eine Tierliste macht Pirschfahrten spannender. Neben Löwen und Elefanten sollten auch kleinere Tiere wie Mungos, Hornvögel, Schildkröten, Mistkäfer oder Eidechsen aufgenommen werden.
Erwachsene können häufig mehrere Stunden ruhig in einem Safari-Fahrzeug sitzen. Für Kinder ist das schwieriger.
Private Pirschfahrten bieten den Vorteil, dass Pausen flexibel geplant werden können. Der Guide kann gezielt auf die Interessen der Kinder eingehen und beispielsweise Spuren, Pflanzen oder kleinere Tiere erklären.
Eltern sollten nicht erwarten, dass Kinder jede Tierbeobachtung gleichermaßen spannend finden. Ein Löwe kann große Begeisterung auslösen, während eine Stunde auf einen Leoparden zu warten für ein Kind zu lang sein kann.
Abwechslung ist entscheidend. Ideal ist ein Wechsel aus:
Die Kosten hängen stark von der Reisezeit, der Unterkunftskategorie und der Reiseform ab.
Eine Selbstfahrerreise durch Namibia mit Mittelklasse-Lodges ist deutlich günstiger als eine vollständig geführte Reise oder eine Flugsafari im Okavango-Delta.
Besonders kostenintensiv sind häufig:
Familien können Kosten reduzieren, indem sie unterschiedliche Unterkunftskategorien kombinieren. In Namibia bieten sich gute Gästefarmen und familienfreundliche Lodges an. In Botswana kann das Budget gezielt für besondere Safari-Erlebnisse eingesetzt werden.
Eine sinnvolle Kombination könnte aus komfortablen Mittelklasse-Unterkünften in Namibia, einer guten Lodge in Kasane und einem hochwertigen Familiencamp im Okavango-Delta bestehen.
Bei der Kalkulation sollte genau geprüft werden, welche Leistungen enthalten sind. In Safari-Camps in Botswana umfassen die Preise häufig Unterkunft, Mahlzeiten und Aktivitäten. Teilweise sind auch Getränke und lokale Transfers eingeschlossen.
Eine Reise nach Namibia und Botswana bietet Kindern die Möglichkeit, Naturschutz unmittelbar zu erleben.
Eltern können die Reise nutzen, um über Lebensräume, Wasserknappheit, Wildtierschutz und den respektvollen Umgang mit Menschen und Natur zu sprechen.
Zu einer verantwortungsvollen Reise gehören:
Gerade in trockenen Regionen ist Wasser eine wertvolle Ressource. Kurze Duschen und der bewusste Umgang mit Handtüchern sind einfache Möglichkeiten, den eigenen Verbrauch zu reduzieren.
Eine Familienreise durch Namibia und Botswana sollte nicht aus einer möglichst langen Liste von Sehenswürdigkeiten bestehen. Entscheidend ist eine Route, die zum Alter der Kinder, zum gewünschten Komfort und zum Reisestil der Familie passt.
Eine individuelle Planung berücksichtigt unter anderem:
Manche Familien wünschen sich viel Abenteuer und einfache Unterkünfte. Andere möchten komfortable Lodges, Pools und private Safaris. Beides ist möglich.
Auch die Mischung kann individuell gestaltet werden. So kann eine Familie Namibia weitgehend selbstständig bereisen und in Botswana bewusst auf geführte Aktivitäten und exklusive Camps setzen.
Namibia gilt als gut erschlossenes Reiseziel für Selbstfahrer. Familien sollten dennoch grundlegende Sicherheitsregeln beachten, nicht nachts fahren und Wertgegenstände nicht sichtbar im Fahrzeug lassen.
Entscheidend sind eine sorgfältige Routenplanung, ein zuverlässiges Fahrzeug und ausreichend Wasser.
Botswana eignet sich sehr gut für Familien, sofern die Unterkünfte und Aktivitäten passend ausgewählt werden. Viele Safari-Camps haben Altersbeschränkungen. Familienfreundliche Camps bieten private Fahrzeuge und spezielle Kinderprogramme an.
Das hängt von der Route ab. Für viele klassische Strecken in Namibia ist ein robustes Fahrzeug sinnvoll. Für abgelegene Regionen in Botswana kann ein Allradfahrzeug notwendig sein.
Wer keine Erfahrung mit Tiefsand und Geländefahrten besitzt, sollte anspruchsvolle Gebiete Botswanas nicht auf eigene Faust bereisen.
Mindestens drei Nächte sind empfehlenswert. Bei zwei unterschiedlichen Camps oder Regionen sind vier bis sechs Nächte sinnvoll.
Das hängt vom Alter der Kinder, vom Wasserstand und von den Regeln des jeweiligen Camps ab. Die Bedingungen sollten vor der Buchung geprüft werden.
Sie sind nicht zwingend erforderlich, für Familien aber sehr empfehlenswert. Eine private Pirschfahrt bietet mehr Flexibilität und kann jederzeit an die Bedürfnisse der Kinder angepasst werden.
Ja. Namibia bietet Wüstenlandschaften, Selbstfahrer-Abenteuer und den Etosha-Nationalpark. Botswana ergänzt die Reise mit intensiven Tierbeobachtungen, Flusslandschaften und dem Okavango-Delta.
Die Kombination ist besonders abwechslungsreich und vermittelt einen umfassenden Eindruck vom südlichen Afrika.
Eine Familienreise durch Namibia und Botswana ist weit mehr als ein klassischer Safariurlaub. Sie verbindet Wüste, Küste, Savanne, Flüsse und Feuchtgebiete zu einer außergewöhnlich abwechslungsreichen Reise.
Kinder erleben Tiere nicht nur im Zoo oder im Fernsehen, sondern in ihren natürlichen Lebensräumen. Sie sehen Elefanten am Fluss, Giraffen in der Savanne, Robben an der Atlantikküste und kleine Geckos im Sand der Namib-Wüste.
Gleichzeitig lernen sie unterschiedliche Landschaften, Lebensweisen und Kulturen kennen. Die langen Wege und die Abgeschiedenheit erfordern Geduld und eine gute Organisation. Mit ausreichend Zeit, familienfreundlichen Unterkünften und einer sorgfältig ausgewählten Route wird die Reise jedoch zu einem Erlebnis, an das sich die ganze Familie lange erinnern wird.
Besonders empfehlenswert ist eine Kombination aus einer individuellen Selbstfahrerreise durch Namibia und einer geführten Safari in Botswana. Dadurch erleben Familien die Freiheit der offenen Straße ebenso wie die intensive Wildnis des Chobe-Nationalparks und des Okavango-Deltas.
Eine gut geplante Namibia-Botswana-Reise bietet Abenteuer, Komfort, Naturerlebnisse und gemeinsame Familienzeit – und damit die besten Voraussetzungen für eine unvergessliche Reise durch das südliche Afrika.
Eine mögliche Aufteilung für etwa 21 Tage könnte folgendermaßen aussehen:
Tag 1: Ankunft in Windhoek
Tag 2–4: Namib-Wüste und Sossusvlei
Tag 5–7: Swakopmund und Walvis Bay
Tag 8–9: Damaraland oder Zwischenstopp auf dem Weg nach Etosha
Tag 10–13: Etosha-Nationalpark
Tag 14: Fahrt in Richtung Rundu
Tag 15–16: Kavango-Fluss, Mahango oder Bwabwata
Tag 17–19: Chobe-Nationalpark und Kasane
Tag 20–22: Okavango-Delta
Tag 23: Rückflug über Maun oder einen regionalen Flughafen
Die genaue Route sollte immer an die Flugverbindungen, die Reisezeit, das Alter der Kinder und die gewünschte Unterkunftskategorie angepasst werden.

Die Gründerin von CookYourTrips ist eine leidenschaftliche Afrika-Liebhaberin und bereist mehrmals im Jahr den Kontinent, um Lodges, Tented Camps und Safari-Erlebnisse persönlich zu prüfen. Ihre Erfahrungen fließen direkt in die Empfehlungen auf der Seite ein, damit Reisende authentische, komfortable und unvergessliche Abenteuer erleben können. Mit einem besonderen Blick für Tierwelt, Kultur und Landschaft zeigt sie, wie man Afrika sicher, verantwortungsvoll und intensiv genießen kann.
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