Lohnt sich eine Safari in Laikipia?
Eine Safari in Laikipia zählt zu den außergewöhnlichsten Erlebnissen, die Kenia zu bieten hat – und dennoch steht die Region oft im Schatten bekannter Klassiker wie der Masai Mara. Gerade für Reisende, die bereits erste Safari-Erfahrungen gesammelt haben oder gezielt nach etwas Besonderem suchen, stellt sich daher die Frage: Lohnt sich Laikipia wirklich? Die klare Antwort lautet ja – und zwar aus einer Vielzahl von Gründen, die diese Region deutlich von anderen Safari-Destinationen unterscheiden.
Exklusivität und Ruhe statt Massentourismus
Ein zentraler Vorteil von Laikipia ist die geringe Besucherzahl. Im Gegensatz zu stark frequentierten Nationalparks handelt es sich hier größtenteils um private Schutzgebiete, sogenannte Conservancies. Diese begrenzen die Anzahl der Gäste bewusst, um Natur und Tierwelt zu schützen und gleichzeitig ein hochwertiges Safari-Erlebnis zu ermöglichen. Für Sie bedeutet das konkret: keine Fahrzeugansammlungen bei Tierbeobachtungen, keine überfüllten Sichtungspunkte und deutlich mehr Ruhe in der Natur. Häufig erleben Sie Tiere ganz ohne andere Fahrzeuge in der Nähe. Dieses Gefühl von Abgeschiedenheit und Exklusivität ist heute in vielen klassischen Safari-Gebieten selten geworden und macht Laikipia besonders attraktiv.
Hohe Wildtierdichte und beeindruckende Artenvielfalt
Laikipia gehört zu den wildreichsten Regionen Kenias und bietet eine bemerkenswerte Dichte an Tieren. Neben den klassischen Vertretern der afrikanischen Tierwelt wie Elefanten, Löwen, Leoparden und Büffeln finden sich hier auch große Giraffenherden sowie zahlreiche Antilopenarten. Besonders hervorzuheben ist die Vielfalt an bedrohten und seltenen Tierarten. Laikipia ist eines der wichtigsten Schutzgebiete für Spitzmaulnashörner in Kenia und spielt eine zentrale Rolle im Erhalt dieser stark gefährdeten Tiere. Auch Grevy-Zebras, Netzgiraffen und Afrikanische Wildhunde kommen hier vor – Tierarten, die in vielen anderen Regionen Afrikas nur schwer oder gar nicht zu sehen sind.
Diese Kombination aus hoher Tierdichte und seltenen Arten macht jede Pirschfahrt abwechslungsreich und spannend.
Die Heimat der „Northern Five“ und besonderer Arten
Ein weiterer entscheidender Grund für eine Reise nach Laikipia ist die einzigartige Tierwelt. Die Region ist bekannt für die sogenannten „Northern Five“, eine Gruppe charakteristischer Arten, die in Südkenia – etwa in der Masai Mara – nicht vorkommen. Dazu gehören die elegante Netzgiraffe mit ihrem markanten Muster, das seltene Grevy-Zebra mit seinen feinen, engen Streifen, der Somali-Strauß, die Beisa-Oryx sowie die Gerenuk, auch bekannt als Giraffengazelle. Diese Tiere sind perfekt an die trockeneren Bedingungen Nordkenias angepasst und machen jede Pirschfahrt besonders spannend.
Gerade für erfahrene Safari-Reisende ist diese Spezialisierung ein großer Reiz, da sie die Tierwelt Kenias aus einer völlig neuen Perspektive erleben können.
Große landschaftliche Vielfalt
Laikipia überzeugt nicht nur durch seine Tierwelt, sondern auch durch seine abwechslungsreiche Landschaft. Die Region erstreckt sich über ein großes Hochplateau und bietet eine beeindruckende Mischung aus offenen Savannen, sanften Hügeln, Flusslandschaften, Wäldern und felsigen Formationen. Hinzu kommt der Blick auf den Mount Kenya, der bei klarer Sicht eine spektakuläre Kulisse bildet. Diese landschaftliche Vielfalt sorgt dafür, dass jede Fahrt anders wirkt und sich die Umgebung ständig verändert. Im Vergleich zu klassischen Savannenlandschaften erscheint Laikipia dadurch deutlich abwechslungsreicher und lebendiger.
Mehr Freiheit bei Aktivitäten
Ein entscheidender Unterschied zu Nationalparks ist die größere Flexibilität bei Aktivitäten. Da viele Gebiete in Laikipia privat verwaltet werden, gelten weniger strenge Regeln als in staatlichen Schutzgebieten. Das ermöglicht eine Vielzahl an Safari-Erlebnissen, die über klassische Pirschfahrten hinausgehen. Dazu zählen geführte Walking Safaris, bei denen Sie die Natur zu Fuß erkunden, sowie Nachtfahrten, bei denen nachtaktive Tiere beobachtet werden können. Auch Reit- oder Kamelsafaris sind in einigen Gebieten möglich und bieten eine völlig neue Perspektive auf die Landschaft.
Diese Vielfalt macht die Reise deutlich intensiver und individueller.
Safari mit Sinn: Nachhaltigkeit, Bildung und Naturschutz in Laikipia
Laikipia bietet weit mehr als klassische Tierbeobachtung und verbindet Safari-Erlebnis mit einem starken pädagogischen und nachhaltigen Ansatz. In vielen Conservancies erhalten Gäste die Möglichkeit, einen Blick hinter die Kulissen des modernen Naturschutzes zu werfen und aus erster Hand zu erfahren, wie Wildtierschutz heute funktioniert. Dabei spielen sowohl moderne Technologien wie GPS-Tracking von Elefanten und der Einsatz von Drohnen zur Überwachung als auch spezialisierte Anti-Wilderei-Einheiten mit Spürhunden eine wichtige Rolle. Der direkte Austausch mit Rangern und Naturschutzteams ermöglicht zudem ein tiefes Verständnis für die Herausforderungen und Erfolge des Artenschutzes in Afrika, wodurch die Safari einen deutlich höheren inhaltlichen Mehrwert erhält. Gleichzeitig gilt Laikipia als Vorreiter für nachhaltigen Tourismus, da viele Conservancies in enger Zusammenarbeit mit lokalen Gemeinschaften betrieben werden und Einnahmen direkt in die Region zurückfließen. Diese Mittel unterstützen nicht nur die Verbesserung der Lebensbedingungen vor Ort, sondern auch gezielte Schutzprogramme für bedrohte Tierarten. Durch dieses enge Zusammenspiel von Tourismus, Naturschutz und lokaler Entwicklung wird jede Reise nach Laikipia zu einem Erlebnis, das weit über klassische Safari-Erfahrungen hinausgeht und aktiv zum Erhalt dieser einzigartigen Region beiträgt.
Hochwertige und persönliche Unterkünfte
Die Unterkünfte in Laikipia unterscheiden sich deutlich von großen Safari-Lodges in bekannten Nationalparks. Stattdessen dominieren kleinere, oft sehr stilvolle Camps und Lodges mit einer begrenzten Anzahl an Gästen. Das ermöglicht einen persönlicheren Service, individuelle Betreuung und eine flexible Tagesgestaltung. Ihre Safari wird stärker auf Ihre Interessen abgestimmt, und Sie profitieren von erfahrenen Guides, die die Region und ihre Tierwelt bestens kennen.
Diese Form der Unterbringung trägt maßgeblich zum exklusiven Charakter der Region bei.
Kulinarik und Farm-to-Table-Erlebnis
Ein weiterer oft unterschätzter Aspekt von Laikipia ist die kulinarische Qualität der Lodges. Viele Unterkünfte befinden sich auf ehemaligen oder aktiven Farmen und sind eng mit der lokalen Landwirtschaft verbunden. Das sogenannte „Farm-to-Table“-Konzept ist hier kein Trend, sondern gelebter Standard. Viele Lodges bauen eigenes Obst und Gemüse an oder beziehen frische Produkte direkt von umliegenden Farmen. Dadurch entstehen sehr frische, hochwertige und oft überraschend kreative Menüs. Die Kombination aus frischen Zutaten, regionalem Einfluss und professioneller Küche macht die Safari auch kulinarisch zu einem Erlebnis. Viele Gäste sind überrascht, wie hoch das gastronomische Niveau in dieser abgelegenen Region sein kann.
Authentisches Safari-Erlebnis
Viele Reisende empfinden Laikipia als ursprünglicher und authentischer als andere Safari-Destinationen. Die geringere touristische Erschließung, die größere Freiheit bei Aktivitäten und die intensive Naturerfahrung vermitteln eher das Gefühl einer echten Expedition als einer klassischen Rundreise. Gerade für Reisende, die Afrika intensiver erleben möchten und Wert auf Individualität legen, ist das ein entscheidender Vorteil.
Logistischer Vorteil: kurze Wege und gute Erreichbarkeit
Laikipia überzeugt nicht nur inhaltlich, sondern auch durch seine hervorragende Erreichbarkeit. Im Vergleich zu vielen anderen Safari-Regionen in Ostafrika ist die Anreise überraschend unkompliziert. Von Nairobi aus erreichen Sie Laikipia entweder in einem kurzen Inlandsflug von etwa 45 bis 60 Minuten direkt zu den privaten Landebahnen der Lodges oder alternativ über eine gut ausgebaute Straße via Nanyuki. Beide Optionen sind deutlich weniger zeitintensiv als lange Transfers in entlegenere Safari-Gebiete. Dieser logistische Vorteil macht Laikipia besonders attraktiv für Reisende, die ihre Zeit effizient nutzen möchten und keine langen, anstrengenden Fahrtage in Kauf nehmen wollen. Gerade bei kürzeren Safaris oder Kombinationen mit anderen Regionen ist das ein entscheidender Pluspunkt.
Ideale Ergänzung zu klassischen Safari-Gebieten
Laikipia muss nicht als Ersatz für bekannte Regionen wie die Masai Mara gesehen werden, sondern vielmehr als perfekte Ergänzung. Während die Masai Mara für ihre enorme Tierdichte und spektakulären Migrationen bekannt ist, punktet Laikipia mit Ruhe, Exklusivität und Vielfalt. Die Kombination beider Regionen bietet ein besonders umfassendes Safari-Erlebnis, das sowohl klassische Highlights als auch außergewöhnliche und weniger bekannte Facetten Afrikas abdeckt.
Perfektes Klima und teilweise malariaarme Region
Ein oft unterschätzter, aber sehr wichtiger Vorteil von Laikipia ist die geografische Lage auf einem Hochplateau zwischen etwa 1.700 und 2.400 Metern Höhe. Diese Höhenlage sorgt für ein angenehm mildes Klima, das sich deutlich von den heißen und oft schwülen Bedingungen in tiefer gelegenen Regionen oder an der Küste unterscheidet. Die Tage sind meist warm, aber nicht drückend heiß, und die Nächte können überraschend kühl und klar sein. Diese klimatischen Bedingungen machen die Safari nicht nur komfortabler, sondern auch insgesamt angenehmer und weniger anstrengend. Ein weiterer bedeutender Vorteil ist die gesundheitliche Komponente. Aufgrund der Höhenlage gilt Laikipia in vielen Bereichen als malariaarm bis teilweise sogar malariafrei. Besonders in den kühleren Regionen und Nächten ist das Risiko deutlich geringer als in vielen anderen Safari-Gebieten. Dadurch ist die Region auch besonders gut für Familien mit Kindern oder Reisende geeignet, die gesundheitlich auf Nummer sicher gehen möchten.
Safari in Lewa und Borana – Exklusive Wildnis mit Blick auf den Mount Kenya
Die Naturschutzgebiete Lewa Wildlife Conservancy und Borana Conservancy zählen zu den eindrucksvollsten und zugleich bestorganisierten Schutzregionen Ostafrikas und bieten ein Safari-Erlebnis, das in vielerlei Hinsicht herausragt. Durch die Öffnung der Zäune sind beide Gebiete heute zu einer weitläufigen, zusammenhängenden Wildnis verbunden, die in exklusive Tourismuszonen gegliedert ist – ein Konzept, das Ruhe, Privatsphäre und nachhaltigen Naturschutz ideal miteinander vereint. Besonders faszinierend ist die spektakuläre Kulisse: Fast überall eröffnet sich ein Blick auf den schneebedeckten Mount Kenya, der der Safari eine außergewöhnliche Atmosphäre verleiht und für unvergleichliche Fotomotive sorgt.
Gleichzeitig spielen Lewa und Borana eine zentrale Rolle im Schutz bedrohter Tierarten wie des Spitzmaulnashorns und des seltenen Grevyzebras; daneben begegnet man hier Elefanten, Löwen, Giraffen und sogar Afrikanischen Wildhunden, während über 400 Vogelarten das Gebiet zu einem Paradies für Ornithologen machen. Anders als in vielen Nationalparks beschränkt sich das Erlebnis nicht nur auf klassische Pirschfahrten: Geführte Buschwanderungen, Reitsafaris zwischen Zebras und Giraffen sowie spannende Nachtfahrten eröffnen ganz neue Perspektiven auf die Tierwelt.
Hinzu kommt der einzigartige Einblick „hinter die Kulissen“ des Naturschutzes – etwa durch den Besuch von Anti-Wilderei-Einheiten mit Spürhunden oder lokalen Projekten wie Schulen und Kliniken, die zeigen, wie eng Tourismus und Gemeinwohl verknüpft sind. Die Verwaltung dieser Conservancies gilt als Vorbild, da moderne Technologien mit der aktiven Einbindung der lokalen Bevölkerung kombiniert werden, um Wilderei effektiv zu bekämpfen.
Nicht zuletzt sorgt eine strikte Begrenzung von Besucherzahlen und Fahrzeugen für ein exklusives Erlebnis fernab von Massentourismus – oft erlebt man Tierbeobachtungen in völliger Ruhe, ohne sie mit zahlreichen anderen Fahrzeugen teilen zu müssen. Zusammen mit einer Auswahl an erstklassigen Lodges, die von luxuriös bis familienfreundlich reichen, wird eine Safari in Lewa und Borana zu einer außergewöhnlich intensiven, nachhaltigen und unvergesslichen Erfahrung.
Safari im Ol Pejeta Conservancy – Hautnahe Tiererlebnisse und perfekter Einstieg in Kenias Wildnis
Das Ol Pejeta Conservancy ist eines der innovativsten Schutzgebiete Kenias und eignet sich durch seine gute Erreichbarkeit ideal als Safari-Einstieg, besonders für Familien. Neben einer beeindruckend hohen Wildtierdichte – mit hervorragenden Chancen, die „Big Five“ an nur einem Tag zu sehen – bietet Ol Pejeta außergewöhnlich intensive Tierbegegnungen: Kinder können das blinde Nashorn Baraka aus nächster Nähe füttern oder bei einem geführten Besuch die letzten beiden nördlichen Breitmaulnashörner, Najin und Fatu, erleben – ein bewegender Einblick in den Artenschutz. Ein weiteres Highlight ist das Sweetwaters Chimpanzee Sanctuary, ein Rettungszentrum für Schimpansen aus illegalem Handel, das auf eindrückliche Weise Wissen über Tierschutz vermittelt. Ergänzt wird das Erlebnis durch familienfreundliche Angebote wie das Junior-Ranger-Programm, bei dem Kinder spielerisch die Natur entdecken, sowie das interaktive Morani Information Center. Durch die Kombination aus aktivem Naturschutz, pädagogischem Mehrwert und abwechslungsreichen Aktivitäten wird eine Safari hier besonders greifbar, lehrreich und unvergesslich.
Safari auf der Solio Ranch – Exklusives Nashorn-Paradies mit einzigartiger Dichte und Kulisse
Die Solio Ranch ist ein absoluter Spezialfall unter Kenias Schutzgebieten und vor allem für ihr spektakuläres Nashorn-Erlebnis bekannt. Mit über 200 Tieren gehört sie zu den wichtigsten Rückzugsorten für Spitzmaul- und Breitmaulnashörner – und anders als in vielen anderen Parks erlebt man hier nicht nur einzelne Sichtungen, sondern oft ganze Gruppen: Es ist keine Seltenheit, gleichzeitig 40 oder sogar 50 Nashörner auf einer Lichtung zu beobachten. Diese außergewöhnliche Dichte macht jede Pirschfahrt besonders spannend und garantiert nahezu permanente Tierbegegnungen. Visuell hebt sich Solio ebenfalls stark ab: Dichte Wälder aus leuchtend gelben Akazien (Fever Trees) tauchen die Landschaft in ein fast surreales Licht und schaffen eine eindrucksvolle Kulisse, in der die massigen Nashörner beinahe wie aus einer anderen Zeit wirken. Als privates Reservat bietet Solio zudem ein Höchstmaß an Exklusivität – mit der Solio Lodge als einziger Unterkunft auf rund 17.500 Hektar genießt man die Wildnis nahezu allein, fernab von Massentourismus. Ergänzt wird das Erlebnis durch besondere Aktivitäten wie geführte Wanderungen, Reitsafaris oder sogar Helikopterflüge, die spektakuläre Ausblicke auf den Mount Kenya und die nahegelegenen Aberdare Mountains ermöglichen. Gerade diese Kombination aus einzigartiger Tierdichte, außergewöhnlicher Landschaft und absoluter Ruhe macht Solio zu einem der exklusivsten und eindrucksvollsten Safari-Ziele Afrikas.
Safari auf der El Karama Ranch – Authentisches Farmleben, Buschschule und Familienabenteuer in Kenias Wildnis
Das Loisaba Conservancy im Norden von Laikipia gehört zu den landschaftlich vielseitigsten und zugleich innovativsten Safari-Gebieten Kenias. Als wichtiger Wildtierkorridor zwischen Laikipia und den nördlichen Regionen Samburu und Isiolo bietet es ganzjährig Wasserquellen und damit eine außergewöhnliche Dichte an Wildtieren. Neben großen Elefantenherden, Büffeln, Grevyzebras, Netzgiraffen und Kudus entwickelt sich hier auch die Raubtierpopulation stetig weiter – mit ansässigen Löwenrudeln, Leoparden und Geparden. Besonders bemerkenswert ist zudem die Rückkehr des Afrikanischen Wildhundes, der lange Zeit als verschwunden galt. Auch für Vogelbeobachter ist Loisaba mit über 260 Arten ein echtes Paradies.
Was Loisaba jedoch weltweit berühmt gemacht hat, ist sein einzigartiges Erlebnisangebot jenseits der klassischen Pirschfahrt. Besonders ikonisch sind die sogenannten „Starbeds“: handgefertigte Himmelbetten auf erhöhten Holzplattformen, die nachts unter freiem Sternenhimmel nach draußen gerollt werden. Gäste schlafen so mitten in der Wildnis, nur begleitet von den Geräuschen der afrikanischen Nacht und geschützt durch diskrete Ranger – ein intensives und zugleich sicheres Naturerlebnis, das es so kaum ein zweites Mal gibt. Ergänzt wird das Abenteuer durch außergewöhnliche Fortbewegungsmöglichkeiten: Statt nur im Jeep unterwegs zu sein, können Gäste die Landschaft per Mountainbike, auf dem Rücken eines Kamels oder (je nach Saison) sogar mit dem Kanu auf Flussabschnitten erkunden.
Loisaba gilt zudem als Vorreiter moderner Naturschutzarbeit. Besucher erhalten Einblicke in das Ranger-Hauptquartier, wo GPS-Technologie zur Überwachung von Elefanten und Raubtieren eingesetzt wird. Auch Trainings mit Spürhunden der Anti-Wilderer-Einheiten sind teilweise erlebbar und zeigen, wie aktiv hier Artenschutz betrieben wird. Gleichzeitig sind die lokalen Samburu-Gemeinschaften eng in das Management des Reservats eingebunden und ermöglichen authentische kulturelle Begegnungen statt inszenierter Touristenbesuche.
Ein zusätzlicher, fast mythischer Aspekt ist die seltene Sichtung von schwarzen Leoparden, die Loisaba zu einem der wenigen Orte weltweit macht, an denen diese außergewöhnliche Fellfärbung dokumentiert wurde. Auch wenn solche Begegnungen Glückssache sind, verstärken sie die besondere Atmosphäre des Reservats.
Dank seiner eigenen Landebahn ist Loisaba zudem gut erreichbar, während verschiedene stilvolle Lodges und Camps das Safari-Erlebnis abrunden. Die Kombination aus spektakulärer Landschaft, innovativen Aktivitäten und intensiver Tierwelt macht Loisaba zu einem der abwechslungsreichsten und abenteuerlichsten Safari-Ziele Ostafrikas.
Die Ol Doinyo Lemboro Ranch zählt zu den abgelegensten und ursprünglichsten Gebieten in Laikipia und bietet eine Safari-Erfahrung, die sich konsequent auf das Wesentliche konzentriert: echte, unberührte Wildnis ohne touristische Infrastruktur. Hier steht nicht Komfort im Vordergrund, sondern das intensive Erleben von Natur, Stille und Abgeschiedenheit – ein Ort für Individualisten, Fotografen und Abenteurer.
Entlang der nördlichen Grenze fließt der Ewaso Nyiro River, der besonders in den trockenen Monaten eine lebenswichtige Wasserquelle für Wildtiere darstellt. Dadurch ist die Region trotz ihrer Abgeschiedenheit erstaunlich artenreich. Man begegnet zahlreichen Antilopenarten, einer hohen Dichte an Dikdiks sowie immer wieder auch dem Afrikanischen Wildhund, der hier vereinzelt wieder Fuß fasst. Die Landschaft selbst ist geprägt von Weite, Buschland und einer fast vollkommenen Stille, die das Safari-Erlebnis besonders intensiv macht.
Ein besonderer Aspekt der Ol Doinyo Lemboro Ranch ist ihre Nähe zur Forschung und zum aktiven Naturschutz. Da das Gebiet Teil eines wichtigen Wildtierkorridors ist, arbeiten hier regelmäßig Ranger und Wissenschaftler, die die Bewegungen von Elefanten und anderen Arten dokumentieren. Gäste erhalten dabei gelegentlich Einblicke in diese Feldarbeit und lernen, wie moderne Wildtierforschung in einer abgelegenen Region tatsächlich funktioniert – ein authentischer Blick hinter die Kulissen des Naturschutzes.
Auch spektakuläre und seltene Tierbeobachtungen machen die Region besonders faszinierend. Kamerafallen und vereinzelte Sichtungen deuten auf die Präsenz eines schwarzen Leoparden hin, was das Gebiet zu einem Ort von großer Bedeutung für Wildlife-Fotografen und Forscher macht. Diese außergewöhnliche Seltenheit verleiht der Ranch eine fast mythische Aura.
Die Safari-Erfahrung selbst ist bewusst ursprünglich gehalten. Statt klassischer Pirschfahrten stehen intensive Buschwanderungen und Fly-Camping im Mittelpunkt – einfache, mobile Camps, die mitten in der Natur aufgebaut werden. Dadurch erlebt man den Busch mit allen Sinnen: Geräusche, Gerüche und die unmittelbare Nähe zur Tierwelt werden besonders intensiv wahrgenommen, da es keine Ablenkung durch Fahrzeuge oder andere Besucher gibt.
Auch kulturell ist die Region eng mit den umliegenden Gemeinschaften verbunden. Immer wieder trifft man auf Hirten der Samburu- und Maasai-Gemeinschaften, die ihre Herden traditionell durch das Gebiet führen. Diese Begegnungen sind nicht inszeniert, sondern Teil des echten Alltags im Norden Kenias und verleihen der Safari eine zusätzliche kulturelle Tiefe.
Ein weiterer besonderer Reiz liegt in der Vielfalt der kleinen und oft übersehenen Naturdetails. Die hohe Dichte an Dikdiks sowie zahlreiche Vogel- und Insektenarten machen die Ranch auch für sogenannte „Macro-Safaris“ interessant. Hier nimmt man sich Zeit für die kleinen Wunder der Natur und erlebt die Landschaft in einem entschleunigten, aufmerksamen Rhythmus.
Fazit
Eine Safari in Laikipia lohnt sich in vielerlei Hinsicht. Die Region bietet eine seltene Kombination aus hoher Tierdichte, außergewöhnlicher Artenvielfalt, landschaftlicher Schönheit und exklusiven Erlebnissen abseits des Massentourismus. Gleichzeitig ermöglicht sie durch nachhaltige Konzepte einen direkten Beitrag zum Naturschutz.
Für Reisende, die mehr suchen als eine klassische Safari und Afrika intensiver, ruhiger und individueller erleben möchten, ist Laikipia eine der besten Entscheidungen, die man treffen kann.
Die Gründerin von CookYourTrips ist eine leidenschaftliche Afrika-Liebhaberin und bereist mehrmals im Jahr den Kontinent, um Lodges, Tented Camps und Safari-Erlebnisse persönlich zu prüfen. Ihre Erfahrungen fließen direkt in die Empfehlungen auf der Seite ein, damit Reisende authentische, komfortable und unvergessliche Abenteuer erleben können. Mit einem besonderen Blick für Tierwelt, Kultur und Landschaft zeigt sie, wie man Afrika sicher, verantwortungsvoll und intensiv genießen kann.