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Viele Südafrika-Reisende verbinden ihre Reise mit dem Wunsch, Wale in freier Wildbahn zu sehen. Während die klassische Walsaison von Juni bis November reicht und in den Monaten Juli bis Oktober ihren Höhepunkt erreicht, stellt sich die Frage: Lohnt sich eine Walbeobachtung auch im Februar? Die Antwort lautet: Ja, allerdings mit Einschränkungen. Während die großen Sichtungswellen von Südlichen Glattwalen (Südkapern) vorbei sind, können Reisende im Februar mit Glück noch Buckelwale antreffen, die bis Februar vorkommen, sowie ganzjährig Brydewale.
Die Walbeobachtung in Südafrika hängt stark von der Jahreszeit und den wandernden Arten ab:
Südliche Glattwale (Southern Right Whales): Sie sind die bekanntesten Wale an der Küste Südafrikas. Zwischen Juni und November ziehen sie in geschützte Buchten wie Hermanus oder die Walker Bay, um sich zu paaren und ihre Kälber großzuziehen. Der Höhepunkt liegt zwischen Juli und Oktober. Im Februar sind sie jedoch bereits wieder in Richtung Antarktis unterwegs und kaum mehr zu sehen.
Buckelwale (Humpback Whales): Diese Wale sind zwischen Mai und Februar zu beobachten. Im Februar gibt es vereinzelt Nachzügler, die entlang der Küste ziehen, sodass Beobachtungen noch möglich sind.
Brydewale (Bryde’s Whales): Sie sind ganzjährig in den wärmeren Gewässern Südafrikas anzutreffen und somit die wahrscheinlichste Walart im Februar. Allerdings halten sie sich oft weiter draußen auf, weshalb Sichtungen schwieriger sind.
Auch wenn die Hochsaison vorbei ist, gibt es Küstenorte, die im Februar Chancen auf Sichtungen bieten:
False Bay (bei Kapstadt): Berühmt für Südkaper zwischen Juni und November, kann man hier im Februar vereinzelt Buckelwale beobachten. Zudem bietet die Bucht auch eine abwechslungsreiche Küstenlandschaft mit Delfinen und Robben.
Hermanus – Walhauptstadt Südafrikas: In der klassischen Saison einer der weltweit besten Orte, um Wale direkt vom Land aus zu sehen. Im Februar ist es deutlich ruhiger, doch die Küstenpfade, Aussichtspunkte und Bootstouren lohnen sich auch dann – zumal Brydewale und Delfine regelmäßig gesichtet werden.
Plettenberg Bay (Garden Route): Diese Region ist ein Hotspot für Wal- und Delfinbeobachtungen. Zwischen Juli und Dezember sind hier viele Südkaper und Buckelwale unterwegs. Im Februar sind die Chancen geringer, aber vereinzelt können Buckelwale und Brydewale gesichtet werden.
Geduld haben: Im Februar ist es nicht mehr so einfach, große Wale wie Südkaper zu sehen. Die besten Chancen bestehen auf Buckelwale oder Brydewale.
Fernglas einpacken: Da die Tiere oft etwas weiter draußen schwimmen, ist ein Fernglas sehr hilfreich.
Sonnencreme nicht vergessen: Februar ist Hochsommer in Südafrika – Sonnenschutz und Kopfbedeckung sind bei Ausflügen ans Meer Pflicht.
Seekrankheit vorbeugen: Wer eine Bootstour plant, sollte an Medikamente gegen Seekrankheit denken, da die See im Sommer unruhiger sein kann.
Der Februar ist nicht die klassische Zeit für Walbeobachtungen in Südafrika. Die großen Südkaper haben die Küstengewässer verlassen, und auch die Buckelwale sind nur noch vereinzelt zu sehen. Dennoch bietet der Monat Chancen, Brydewale und mit etwas Glück Buckelwale zu beobachten – ergänzt durch spannende Begegnungen mit Delfinen, Robben und anderen Meeresbewohnern. Wer gezielt wegen Walen reist, sollte eine Reise eher in die Monate Juli bis November legen. Doch für alle, die im Februar in Südafrika unterwegs sind, lohnt sich ein Abstecher an die Küste dennoch – mit etwas Glück wird man auch in dieser Zeit Zeuge eines unvergesslichen Erlebnisses.
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